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Gnade sei mit euch und Friede
von Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Der Abschnitt für die heutige
Predigt steht im Epheserbrief, Kapitel 4, ab Vers 25 bis Kapitel
5, Vers 4. Epheser 4, 25 bis Kapitel 5,
Vers 4. Ich lese aber, damit wir den
Zusammenhang besser bekommen, auch die Verse, die letzte Woche
der Predigt zugrunde lagen, nämlich ab Kapitel 4, Vers 17. Wir hören
das Wort des lebendigen Gottes. Das sage und bezeuge ich nun
im Herrn, dass ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen
Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes, deren Verstand
verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes wegen der
Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens,
die, nachdem sie alles Gefühl verloren haben, sich der Zügellosigkeit
ergeben haben, um jede Art von Unreinheit zu verüben mit unersättlicher
Gier. Ihr aber habt Christus nicht
so kennengelernt, wenn ihr wirklich auf ihn gehört habt und in ihm
gelehrt worden seid, wie es auch Wahrheit ist in Jesus. dass ihr,
was den früheren Wandel betrifft, den alten Menschen abgelegt habt,
der sich wegen der betrügerischen Begierden verderbte. Dagegen
erneuert werdet, im Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen
angezogen habt, der Gott entsprechend geschaffen ist in wahrhafter
Gerechtigkeit und Heiligkeit. Und jetzt unser Abschnitt für
heute. Darum legt die Lüge ab und redet
die Wahrheit jeder mit seinem Nächsten. Denn wir sind untereinander
Glieder. zürnt ihr so sündigt nicht. Die Sonne gehe nicht unter über
eurem Zorn, gebt auch nicht Raum dem Teufel. Wer gestohlen hat,
der stehle nicht mehr, sondern bemühe sich vielmehr mit den
Händen etwas Gutes zu erarbeiten, damit er dem Bedürftigen etwas
zu geben habe. Kein schlechtes Wort soll aus
eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig
ist, damit es den Hörern Gnade bringe. Und betrübt nicht den
Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für
den Tag der Erlösung. Alle Bitterkeit und Wut und Zorn
und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan samt aller
Bosheit. Seid aber gegeneinander freundlich
und barmherzig und vergebt einander, gleich wie auch Gott euch vergeben
hat in Christus. werdet nun Gottes Nachahmer als
geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, gleich wie auch Christus
uns geliebt hat und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung
und Schlachtopfer für Gott zu einem lieblichen Geruch. Unsucht aber und alle Unreinheit
oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden, wie
es Heiligen geziemt, auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz
oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung. Gemeinde unseres Herrn Jesus
Christus, wenn du Christ bist, dann bist du ein neuer Mensch,
weil du Jesus kennengelernt hast und der heilige Geist in dir
wohnt. Wenn du Christ bist, ist dein
alter Mensch aber immer noch da und der macht dir das Leben
schwer und versucht dich von Gott wegzuziehen und zum Sündigen
zu bringen. Und deswegen bist du aufgerufen,
den alten Menschen auszuziehen und den neuen Menschen anzuziehen. Du sollst immer mehr das werden,
was du in Jesus schon bist. Zugegeben, das klingt etwas gewöhnungsbedürftig,
aber genauso beschreibt es die Bibel. Werde immer mehr das,
was du in Jesus schon bist. Paulus beschreibt das in den
Versen 17 bis 24 von Epheser 4 ausführlich. Letzte Woche in
der Predigt haben wir uns damit beschäftigt. Die Frage ist jetzt,
wie sieht das konkret aus? Ganz praktisch, den alten Menschen
auszuziehen und den neuen Menschen anzuziehen. Wie mache ich das? Und genau das erklärt uns Paulus
hier in Kapitel 4, Vers 25 bis Kapitel 5, Vers 4. Paulus beginnt
nämlich den Abschnitt, Vers 25, mit dem kleinen Wort darum. Und darum gibt immer eine Begründung
an. Paulus sagt, weil du Jesus kennst
und weil du durch ihn ein neuer Mensch bist, das sind die Verse
17 bis 24, darum zieh jetzt den alten Menschen aus, denn er gehört
nicht mehr zu dir und zieh den neuen Menschen an, denn der passt
jetzt zu dir. Auf das Darum in Vers 25 folgen
dann viele praktische Anweisungen. Und mitten in dieser Liste von
praktischen Anweisungen finden wir eine Zusammenfassung von
dem, was wir tun sollen, wie man den neuen Menschen anlegt. Und diese Zusammenfassung lesen
wir in Kapitel 5, Vers 1 und 2. Paulus zeigt uns in diesen
beiden Versen, welche Richtung wir einschlagen sollen, wenn
wir jetzt praktisch den alten Menschen ausziehen und den neuen
anziehen. Ihr könnt noch mal reingucken, Kapitel 5, Vers 1.
Paulus schreibt dort, werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte
Kinder. Er verrät uns, wer wir sind,
geliebte Kinder. Zweitens, und wandelt in der
Liebe. Das ist das, was wir tun sollen. Und drittens, gleich wie auch
Christus uns geliebt hat, so sollen wir es tun. Und ich denke,
ihr habt gemerkt, dass alle drei Schritte, die Paulus hier aufschreibt,
etwas mit Liebe zu tun haben. Und sie geben uns heute auch
das Thema und die Richtung der Predigt vor. Mein Thema für heute
Morgen ist Liebe als neuer Mensch. Erstens, weil du Gottes geliebtes
Kind bist. Zweitens, indem du praktisch
in der Liebe wandelst. Und drittens, indem du dir Gottes
Liebe zum Vorbild nimmst. Lebe als neuer Mensch, weil du
Gottes geliebtes Kind bist, indem du praktisch in der Liebe wandelst
und indem du dir Gottesliebe zum Vorbild nimmst. Mein erster Punkt, lebe als neuer
Mensch, weil du Gottes geliebtes Kind bist. Ja, bevor wir damit
anfangen, als neue Menschen zu leben, müssen wir erst mal verstehen
und wirklich begreifen, wer wir sind. Wir sollen als neue Menschen
leben, nicht um überhaupt erst mal neue Menschen zu werden,
sondern Paulus legt darauf sehr viel Wert, weil wir bereits neue
Menschen sind. Und deswegen ist das erste Wort
von unserem Abschnitt eben dieses Darum am Anfang von Vers 25 und
das ist unglaublich wichtig. Und in Kapitel 5 Vers 1 weist
uns Paulus noch einmal darauf. Er sagt, werdet nun Gottes Nachahmer
als geliebte Kinder. Ja, als Christen sind wir Gottes
geliebte Kinder. Wir haben die größte Liebestat
der Weltgeschichte im eigenen Leben erfahren. Jesus selbst sagt einmal von
sich in Johannes Kapitel 15 Vers 13. Größere Liebe hat niemand
als die, dass einer sein Leben lässt für seine Freunde. Und genau das hat Jesus für dich
getan. völlig unschuldig, völlig unverdient. Der einzige Mensch, der nie gesündigt
hat, der stirbt, damit du leben darfst. Das ist Liebe. Und diese Liebe,
die kennst du nicht nur aus Büchern und du kennst du nicht nur vom
Hörensagen, sondern die kennst du, weil du sie selbst erfahren
hast. Du hast Jesus kennengelernt.
Du bist Gottes geliebtes Kind. Und ich glaube, das ist manchmal
schwer zu glauben. Manchmal zweifeln wir vielleicht
daran. Und um uns ganz sicher zu machen,
gerade in Zeiten, wo wir vielleicht zweifeln an der Liebe Gottes
für uns persönlich, um uns da ganz sicher zu machen, dass wir
wirklich geliebte Kinder Gottes sind, hat Gott uns Zeichen geschenkt. Zum Beispiel die Taufe heute
Morgen. Ja, Gott hat heute Morgen ganz persönlich durch die Taufe
zur Becci gesagt, du bist mein geliebtes Kind. Du bist ein neuer
Mensch. Er hat seinen Siegel, seinen
Stempel da drauf gedrückt. Und auch jeden anderen von uns
erinnert diese Taufe an unsere eigene Taufe. So sicher, wie uns das Wasser
von Schmutz und Schweiß sauber macht, so sicher reinigt dich
das Blut Jesu Christi von allen deinen Sünden. Und so sicher
bist du Gottes geliebtes Kind. Wir sind durch den Glauben Gottes
geliebte Kinder. Und das ist etwas Wunderschönes. Denn es bedeutet, dass wir ewiges
Leben haben, ein neues Leben, was schon hier auf der Erde beginnt
und was eines Tages richtig gut werden wird. Aber dieses neue Leben, das ruft
uns eben auch ganz praktisch zu einem neuen Leben auf. Und auch daran erinnert uns die
Taufe. Wir haben das eben schon gehört in der Agende der Taufe. Paulus beschreibt es zum Beispiel
im Römerbrief Kapitel 6, Vers 4. Auch das haben wir eben schon
gelesen. Er schreibt dort, wir sind mit
Jesus begraben worden durch die Taufe in den Tod. Damit gleich
wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt
worden ist, Und jetzt, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. Ja, wir sind Gottes geliebte
Kinder, wir sind neue Menschen, das versichert uns die Taufe. Aber sie ruft uns gleichzeitig
dazu auf, auch als neue Menschen ein neues Leben zu leben. Und so schreibt Paulus weiter
in Kapitel 5 Vers 1, werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte
Kinder und wandelt in der Liebe. Und das ist mein zweiter Punkt.
Lebe als neuer Mensch, indem du praktisch in der Liebe wandelst. Und dieser zweite Punkt ist heute
mein mit Abstand längster und ausführlichster. Wir wollen uns
jetzt nämlich in diesem zweiten Punkt die vielen verschiedenen
praktischen Anweisungen anschauen, die Paulus uns für das neue Leben
hier mit auf den Weg gibt. Und es ist gar nicht so leicht
zu entscheiden, wie viele Anweisungen das eigentlich sind, welche da
zusammengehören. Ich glaube, dass wir es mit sechs
Anweisungen zu tun haben. Und diese praktischen Anweisungen
für das Leben als neue Menschen, die behandeln die verschiedensten
Bereiche unseres Lebens. Es geht erstens um unseren Umgang
mit der Wahrheit, zweitens um unsere negativen Emotionen, drittens
um unseren Umgang mit Besitz, viertens um unser Reden, fünftens
um unseren Umgang miteinander und sechstens um den Umgang mit
unserer Sexualität. Und ich glaube, keines von diesen
sechs Themen ist heute weniger aktuell, als es damals vor 2000
Jahren in der Gemeinde in Ephesus der Fall war. Wie sollen wir
in diesen sechs Bereichen praktisch leben als geliebte und erlöste
Kinder Gottes? Bevor wir uns jetzt diese sechs
Bereiche im Einzelnen anschauen, ist noch eine Sache wichtig.
Paulus hat hier nämlich immer noch dieses Bild vom Ausziehen
und vom Anziehen vor Augen. Den alten Menschen sollen wir
ja ausziehen und den neuen Menschen anziehen. Und diese praktischen
Anweisungen sind jetzt in dem Bild sozusagen Kleidungsstücke,
die wir einerseits ausziehen sollen, weil sie zum alten Menschen
gehören. In Vers 25 sehen wir das zum
Beispiel. Es beginnt mit der Aufforderung,
darum legt die Lüge ab. Oder anders übersetzt, darum
zieht die Lüge aus. Wie so ein altes, dreckiges,
zerlumptes Kleidungsstück, was jetzt einfach nicht mehr dazu
passt, dass wir Gottes geliebte Kinder sind. Und dann hat Paulus aber für
uns Kleidungsstücke, die wir stattdessen anziehen sollen.
Kleidungsstücke, die zum neuen Menschen gehören, die zum neuen
Menschen passen. Und er sagt uns für fünf dieser
sechs Bereiche auch, was wir stattdessen anziehen sollen.
Starten wir mit dem ersten Bereich. Es ist der Umgang mit der Wahrheit,
Kapitel 4, Vers 25. Paulus schreibt, darum legt die
Lüge ab und redet die Wahrheit jeder mit seinem Nächsten, denn
wir sind untereinander Glieder. Das Kleidungsstück, das wir hier
ausziehen sollen, das ist die Lüge. Und das Kleidungsstück,
das wir jetzt anziehen sollen, das ist die Wahrheit. Und Paulus
geht es hier nicht nur darum, dass er uns verbieten möchte,
dass wir uns gegenseitig knallhart ins Gesicht lügen. Darum geht es natürlich auch. Sondern es geht auch um Lügen,
die uns vielleicht gar nicht so sehr als Lügen auffallen. Ja, so Notlügen zum Beispiel,
wo man möglichst glimpflich aus einer Nummer rauskommen möchte. Auf der anderen Seite sollen
wir natürlich nicht alles sagen, was wahr ist. Manche Sachen sagen
wir besser nicht. Wir sollen die Wahrheit sagen,
wenn wir gefragt werden. Aber manchmal ist es auch besser,
ruhig zu sein und nicht alles zu sagen, was vielleicht wahr
ist, aber was keinem weiterhilft. Und um zu entscheiden, wann was
der Fall ist, ist Weisheit erforderlich. Aber wenn wir reden, dann immer
die Wahrheit. Und wenn Paulus uns hier jetzt
zur Wahrheit auffordert, dann zitiert er aus dem Alten Testament. Ich weiß nicht, ob ihr das gesehen
habt. In euren Bibeln sind da vielleicht so Anführungszeichen.
Ihr redet die Wahrheit an jeder mit seinem Nächsten. Das schreibt
nicht nur Paulus, sondern dieser Satz stammt aus dem Propheten
Zacharja. Und es ist aus einem Abschnitt, wo Gott dem Volk Israel
verheißt, dass eines Tages eine neue Zeit anbrechen wird. Er
wird Israel wiederherstellen. Und er gibt dem Volk Israel für
diese Zeit, wenn er es wiederherstellt, Lebensprinzipien auf den Weg. Er sagt, wenn das dann der Fall
ist, dann lebt so, zum Beispiel ein jeder, redet die Wahrheit
mit seinem Nächsten. Und was damals für das wiederhergestellte
Israel verheißen wurde, das wendet Paulus jetzt auf die Gemeinde
an. Und er gibt als Begründung, redet
die Wahrheit, denn ihr seid untereinander Glieder. Und damit sagt er nichts
anderes als, liebe Gemeinde, ihr seid das Neue, ihr seid das
wahre Israel. Deswegen redet die Wahrheit miteinander. Wir sind zu einem neuen Leben
in allen Bereichen unseres Lebens aufgerufen, aber ganz besonders
für unser Leben in der Gemeinde. Der zweite Punkt von Paulus,
der Umgang mit unseren Emotionen, die Verse 26 und 27. Er schreibt hier, zürnt ihr,
so sündigt nicht. Die Sonne gehe nicht unter über
eurem Zorn, gebt auch nicht Raum dem Teufel. Zorn ist in der Bibel eine sehr
zweischneidige Angelegenheit. Einerseits gibt es in der Bibel
gerechten Zorn. Ein gerechter Zorn ist die logische
Antwort auf Sünde. Gott ist zornig auf uns, weil
wir Sünder sind. Und er sündigt dabei nicht. Im
Gegenteil, sein Zorn ist Ausdruck seiner unglaublichen Gerechtigkeit
und Heiligkeit. Ja, und auch wir Menschen sollen
auf Sünde zornig sein. Das Problem bei uns am Zorn ist
nur, wenn wir zornig sind, dann ist die Mauer zur Sünde ziemlich
niedrig. Für uns als Menschen ist es sehr,
sehr schwierig, richtig zornig übersündet zu sein und dabei
nicht selbst zu sündigen. Es ist für uns extrem schwer,
Zorn und Hass voneinander zu trennen. Nehmen wir an, jemand
belügt uns. Und dann ist es legitim, zornig
darüber zu sein. Aber es ist superschwierig, diese
Person, die uns belogen hat, während wir zornig sind, nicht
dabei auch noch zu hassen. Ich denke, ihr kennt das. Wir
werden zornig auf jemanden, das Blut steigt uns in den Kopf und
Gedanken kommen hoch, was erlaubt sich dieser? Und bam, haben wir
Zorn und Hass vermischt. Und deswegen sollen wir dieses
alte Kleidungsstück, den sündigen Zorn, ausziehen. Aber wie sieht jetzt das neue
Kleidungsstück aus? Zorn ohne Hass. Wie gesagt, es
ist eine große Herausforderung. Und Paulus sagt, damit Zorn nicht
zur Sünde führt, nimm dein Zorn nicht mit ins Bett, wenn du schlafen
gehst. Anders formuliert, pflege nicht
deinen Zorn. Ja, Zorn hat seinen Zeit und
Zorn hat seinen Platz. Aber dann nimm dir fest vor,
ihn wieder abzulegen. Und das, bevor du schlafen gehst,
bevor die Sonne untergeht. Was passiert sonst? Sonst begleitet
dich der Zorn in die Nacht. Dann kannst du vielleicht nicht
schlafen. Und vor allem öffnest du dem
Teufel eine Tür. Und deswegen schreibt Paulus
auch in Vers 27, gebt auch nicht Raum dem Teufel. Ja, gerade wenn
wir den Zorn mit ins Bett nehmen, öffnen wir dem Teufel Tor und
Tür. Denn er genießt es, wenn wir
wach daliegen und sich unsere Gedanken voller Zorn um irgendetwas
kreisen, was uns passiert ist. Und dann werden sie sich automatisch
auch voller Hass um den drehen, der uns das angetan hat. Und
prompt ist dem Teufel Tor und Tür geöffnet und unser Zorn alles
andere als gerecht. Und deswegen sollen wir die Sonne
nicht untergehen lassen über unserem Zorn. Der dritte Bereich, über den
Paulus hier spricht, das ist der Umgang mit dem Besitz. Er schreibt in Vers 28, wer gestohlen
hat, der stehle nicht mehr, sondern bemühe sich vielmehr, mit den
Händen etwas Gutes zu erarbeiten, damit er dem Bedürftigen etwas
zu geben habe. Das alte Kleidungsstück, was
wir diesmal ausziehen sollen, das ist der Diebstahl. Es bezieht sich natürlich auf
den klassischen Diebstahl. Ich sehe im Geschäft etwas, das
will ich gern haben, ich nehme es mit und bezahle es nicht. Oder ich sehe einfach etwas,
was dem anderen gehört und ich nehme es mir einfach. Es kann sein, dass sich jetzt
der ein oder andere von euch ertappt fühlt. Ich glaube, die meisten
von uns sind keine Diebe in diesem Sinn. Schon allein deswegen nicht,
weil es gesellschaftlich verpönt ist, so zu stehlen. Ja, oh Mann, was passiert, wenn
ich dabei erwischt werde? Es gibt andere Formen des Diebstahls.
Es sind Formen des Diebstahls, die in unserem Freundeskreis
weitgehend akzeptiert sind. Zum Beispiel illegale Downloads
aus dem Internet. Oder illegale Streams im Internet. Oder vielleicht ein bisschen
Tricksen bei der Steuererklärung. Oder wenn man zu denen gehört,
die nach Arbeitszeit bezahlt werden, dann ist es auch Diebstahl,
wenn wir in unserer Arbeitszeit etwas anderes machen, als zu
arbeiten. Weil wir damit unserem Chef ja
Zeit und damit Geld stehlen. Paulus sagt damit, hör auf, und
zwar mit allen Formen des Diebstahls. Und ziehe auch hier ein neues
Kleidungsstück an. Das neue Kleidungsstück, das er uns mit auf den Weg gibt,
heißt, er arbeite dir deinen Besitz mit deinen Händen. Damit meint er, arbeite anständig,
verdiene dir dein eigenes Geld und dann bezahle ehrlich für
die Dinge, die du brauchst und die du dir gerne kaufen möchtest. Vielleicht hast du dich beim
Lesen gefragt, warum fügt Paulus hier hinzu, arbeite mit deinen
Händen? Sagt Paulus hier, okay, alle
Arbeit, die nicht mit Händen passiert, ist keine richtige
Arbeit? Sagt Paulus nicht. Aber damals
in der Kultur war es so, dass Arbeit mit Händen als absolut
minderwertig galt. Für Handarbeit, für handwerkliche
Tätigkeiten, die musste man als normalsterblicher Mensch machen. Und als wohlhabender Mensch hatte
man für solche Tätigkeiten seine Sklaven. Da hat man sich nicht
selbst die Hände schmutzig gemacht. Handarbeit war damals so wenig
angesehen, dass es Probleme in den frühen Gemeinden gab. Da
gab es nämlich Leute, die haben gesagt, bevor ich Handarbeit
mache, arbeite ich lieber gar nicht. Und Paulus befiehlt hier jetzt
also nicht, dass jeder mit den Händen arbeiten muss. Aber er
sagt hier, auch handwerkliche Arbeit ist gute Arbeit. Gerade
handwerkliche Arbeit ist gute Arbeit. Arbeit muss nicht immer
Spaß machen. Sie tut es auch oft nicht, weil
sie seit dem Sündenfall eben unter einem Fluch steht. Sie
ist oft hart, sie ist oft anstrengend und sie ist oft unbefriedigend. Aber Paulus sagt, jeder von uns
ist aufgerufen zu arbeiten, um für den eigenen Lebensunterhalt
und den seiner Familie zu sorgen. Und um sich die Dinge zu kaufen,
die man eben haben möchte. Aber es geht Paulus nicht nur
um Ehrlichkeit beim Umgang mit dem Besitz anderer und dem eigenen
Besitz, sondern er fügt noch etwas hinzu in Vers 28. Wir sollen
arbeiten, damit wir den Bedürftigen etwas zu geben haben. Bedürftige, das kann die eigene
Gemeinde sein, das können Missionare sein, das kann jemand sein, der
gerne arbeiten würde, aber nicht arbeiten kann oder jemand sein,
dessen Einkommen nicht zum Leben ausreicht. Auf dem neuen Kleidungsstück,
das wir anziehen sollen, da steht nicht einfach vorne drauf, ich
und mein ehrlich erworbener Besitz, sondern darauf sollen auch immer
die Namen von anderen Leuten oder anderen Organisationen Platz
haben. Wir sollen so arbeiten, dass
wir anderen abgeben können. Der vierte Bereich, der Umgang
mit unserem Reden. Verse 29 und 30. Kein schlechtes
Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung,
wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringe. Und betrübt
nicht den heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden
seid für den Tag der Erlösung. Das alte Kleidungsstück, was
wir diesmal ausziehen sollen, das sind die schlechten Wörter.
Jakobus bringt es in seinem Brief einmal noch deutlicher auf den
Punkt. Er sagt, die Zunge aber kann
kein Mensch bezwingen, das unbändige Übel voll tödlichen Giftes. Mit ihr loben wir Gott den Vater
und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die nach dem Bild Gottes
gemacht sind. Aus einem und demselben Mund
geht Loben und Fluchen hervor. Das soll nicht so sein, meine
Brüder. Ja, und unter schlechte Sprache, da fallen natürlich
Schimpfwörter drunter. Das ist uns vielleicht noch klar,
da denken wir als erstes dran. Ja, wenn mir ein derberes Schimpfwort
rausrutscht, dann habe ich oft danach so ein flaues Gefühl im
Magen. Aber was wir wahrscheinlich oft
gar nicht so auf dem Schirm haben, unter schlechte Wörter fallen
nicht nur böse Wörter, sondern auch dumme Wörter. Unnützes, dummes Geschwätz. Woher wissen wir das? Wir brauchen
uns nur anzuschauen, was das neue Kleidungsstück ist. In Vers
29 heißt es, wir sollen reden, was gut ist zur Erbauung. Und damit ist klar, auch dummes
Geschwätz fällt unter die schlechten Worte. Auch dummes Geschwätz
ist ein altes Kleidungsstück, das wir ausziehen sollen. Ja, es war Jesus selbst, der
eines Tages mal zu den Pharisäern sagte, ich sage euch aber, dass
die Menschen am Tag des Gerichts Rechenschaft geben müssen, jedem
Unnützen, weil man kann auch übersetzen von jedem sinnlosen
Wort, das sie geredet haben. Und das neue Kleidungsstück,
was wir stattdessen anziehen sollen, das sind Worte, die für
die anderen gut sind. Das können Worte sein, wo ich
den anderen lobe. Wo ich zu ihm sage, du, ich sehe,
dass der Heilige Geist an dir gewirkt hat und du mit deinem
Leben in letzter Zeit wirklich Frucht bringst. Es können Worte
sein, durch die ich anderen ausdrücke, wie dankbar ich bin für den Einsatz
oder ihre Gebete. Es können Worte sein, mit denen
ich Leute tröste, denen es gerade deutlich schlechter geht als
mir. Es können Worte sein, mit denen ich anderen einen Rat gebe. Salomo schreibt einmal im Buch
der Sprüche, freundliche Worte sind wie Honig, süß für die Seele
und heilsam für den Körper. Paulus fügt hier zu seinen Ausführungen
zum Thema Reden hinzu. Und betrübt nicht den heiligen
Geist, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung. Wisst ihr, mit bösen Worten können
wir andere Menschen verletzen. Aber wir greifen auch Gott damit
an. Wir greifen ausgerechnet die
Person der Dreieinigkeit an, die in uns wohnt, die uns geschenkt
ist als Siegel, damit wir ganz sicher sein können, eines Tages
auch im Himmel anzukommen. Jede böse Tat und vor allem jedes
böse Wort macht den Heiligen Geist traurig, wie Paulus hier
schreibt. Der Heilige Geist, der in dir
wohnt, der macht dich zu einem neuen Menschen. Aber du lebst
in dem Moment, wo du Unnütze oder böse Worte in den Mund nimmst
als alter Mensch. Denk daran, dass dein Leben nicht
nur hier in dieser sichtbaren Welt stattfindet, nicht nur vor
anderen Menschen, das natürlich auch. aber es findet genauso
vor der unsichtbaren Welt statt. Wir hatten vor ein paar Versen
schon den Teufel, jetzt haben wir den Heiligen Geist. Sorge mit deinem ganzen Leben,
aber gerade auch mit deinem Reden nicht dafür, dass die falsche
Seite sich freut und die gute Seite traurig sein muss. Fünfter Bereich, Umgang mit anderen
Menschen. Das sind die Verse 31 und 32. Alle Bitterkeit und Wut und Zorn
und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan samt aller
Bosheit. Seid aber gegeneinander freundlich
und barmherzig und vergebt einander, gleich wie auch Gott euch vergeben
hat in Christus. Die Verse behandelt ein ähnliches
Thema wie die Verse eben. Auch hier geht es teilweise um
unser Reden, aber noch allgemeiner um den Umgang miteinander. Auf dem alten Kleidungsstück
steht drauf Bitterkeit, Wut, Geschrei und Lästern. Und das
sind alles Verhaltensweisen, die zeige ich gegenüber einem
anderen Menschen, wenn ich mich so richtig über ihn geärgert
habe. Und wenn wir geärgert werden
oder uns über andere Menschen ärgern, dann reagieren Menschen
unterschiedlich darauf. Manche Menschen werden bitter. Die fressen dann ihren Frust
in sich rein, ziehen sich zurück und sie verbittern. Andere Leute,
wenn sie wütend werden und zornig sind, die lassen ihren Frust
dann raus. Die fangen an zu schreien und
zeigen den Leuten so richtig ihre Wut. Und wieder andere Menschen, die
wählen nicht den direkten Weg, sondern sie lassen den Frust
so hinten rum raus. Ja, das nennt man dann lästern. Alle drei Wege, den Frust entweder
in sich reinzufressen und zu verbittern, den Frust einfach
direkt rauszulassen oder den Frust hintenrum rauszulassen,
die alle gehören zum alten Menschen. Und sie gehören damit ausgezogen. Sie haben, so sagt es Paulus
hier, in deinem Leben nichts mehr verloren. Und stattdessen
sollen wir auch hier ein neues Kleidungsstück anziehen. Seid
gegeneinander freundlich, barmherzig und vergebt einander. Ja, freundlich
und barmherzig zu sein, das sollte unsere Grundeinstellung sein,
gerade in der Gemeinde, aber auch darüber hinaus. Und wenn sich dann jemand an
uns versündigt hat und wir uns richtig über jemanden geärgert
haben, möglicherweise wirklich zu Recht, dann gilt es, dem anderen
zu vergeben. Und das sechste ist der Umgang
mit dem Thema der Sexualität. Das ist Kapitel 5, die Verse
3 und 4. Und schreibt Paulus, Unzucht
aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei
euch erwähnt werden. Ihr ist heiligen Geziemt, auch
nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien, die
sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung. Das alte Kleidungsstück, was
Paulus hier beschreibt, ist die sexuelle Sünde. Paulus beschreibt
sie mit vier Ausdrücken hier. Erstmal Unzucht. bezieht sich
auf alle Ebenen von praktizierter sexueller Sünde. Sex vor der
Ehe oder wenn ich verheiratet bin mit jemand anderem, dem ich
nicht verheiratet bin. Das Wort Unreinheit geht weiter.
Da geht es nicht so sehr um die Praxis, sondern auch um meine
Wünsche und Gedanken. Jesus sagt in der Bergpredigt,
wenn jemand in seinem Herzen jemand anderen begehrt, der nicht
sein Ehepartner ist, dann hat er in seinem Herzen schon Ehebruch
begangen. Klassisches Beispiel dafür wäre
heute die Pornografie. Das dritte, was Paulus nennt,
ist Habgier. Und natürlich ist es möglich,
dass Paulus hier alle Formen von Habgier anspricht. Aber er ist ja gerade beim Thema
der sexuellen Sünden und von daher vermute ich sehr stark,
dass Paulus hier in erster Linie Habgier nach dem Ehepartner eines
anderen meint. Wenn ihr mal an das zehnte Gebot
denkt, dann ist das hier gleich das zweite, was Gott nennt. Er sagt, du sollst nicht begehren
das Haus deines Nächsten. Dann sagt er direkt, du sollst
nicht begehren die Frau deines Nächsten. Und das vierte, was Paulus von
uns fordert, ist Vers 4, wir sollen es lassen, Witze über
Sex zu machen oder über welche zu lachen oder sexuelle Sprache
für irgendetwas anderes zu nutzen, was jetzt nicht mit dem Thema
zu tun hat. Ein Beispiel vielleicht, in den letzten Jahren hat sich
vor allem unter jungen Leuten aus dem Englischen im Deutschen
ein Schimpfwort eingebürgert mit vier Buchstaben und klarem
sexuellen Bezug. Und als neue Menschen hat das
in unserem Wortschatz nichts zu suchen. Das sagt Paulus hier
ganz klar. Aber wie sieht jetzt das neue
Kleidungsstück aus? Paulus nennt hier nur ein Wort,
ganz am Ende von Vers 4. Danksagung. Hätten wir das erwartet? Also
ich persönlich hätte sowas erwartet wie Reinheit oder sowas. Ja,
ich meine, wenn wir nicht Christen fragen, wie stehen Christen zu
diesem Thema, würden sie vermutlich sagen, ja, Christen sind ein
bisschen verklemmt, konservativ, halten das Ganze für irgendwie
anrührig. Es gibt tatsächlich Christen, die in der Kirchengeschichte
einiges dafür getan haben, tatsächlich dieses Bild abzugeben. Aber es
ist nicht das Bild der Bibel. Unsere Sexualität ist etwas Wunderschönes,
das sich Gott ausgedacht hat, um es den Menschen zu schenken
und sie diese Gabe genießen zu lassen. Und dafür sollen wir,
wie Paulus hier sagt, dankbar sein. In dem, wie wir darüber
denken, aber auch vor allem, wie wir darüber sprechen. Und
deswegen ist Dankbarkeit das Gegenteil von allen diesen Sünden,
die Paulus vorher nennt. Und wenn Gott für unsere Sexualität
feste Grenzen festsetzt, dann nicht, weil er uns etwas Schönes
vorenthalten will, sondern weil es etwas sehr Persönliches ist,
bei dem man sich auch verletzlich macht. Und deswegen hat Gott
uns dafür die Ehe geschenkt. Und auch dafür sollen wir ihm
dankbar sein. Deswegen steht hier am Schluss
die Dankbarkeit. Sechs Bereiche. Unser Umgang
mit der Wahrheit, mit den negativen Emotionen, dem Besitz, dem Reden,
den Beziehungen und unserer Sexualität. Sechs Bereiche aus unserem praktischen
Leben, bei denen Paulus uns zeigt, was es heißt, als geliebte Kinder,
als neue Menschen, den alten Menschen auszuziehen und den
neuen Menschen anzuziehen. Aber Paulus sagt uns nicht nur,
wer wir sind, um uns zu motivieren, als neue Menschen zu leben, sondern
er malt uns auch ein Vorbild vor Augen. Und dieses Vorbild
für das neue Leben, das ist Gott selbst. Mein dritter und letzter
Punkt. Lebe als neuer Mensch, indem
du dir Gottes Liebe zum Vorbild nimmst. Wir gehen noch ein letztes
Mal zu unseren Kernversen, Kapitel 5, Vers 1 und 2. Schreibt Paulus,
werdet nun Gottes Nachahmer. Erstens, als geliebte Kinder.
Das hatten wir, das ist, wer wir sind. Und zweitens, wandelt
in der Liebe. Wir haben uns jetzt ausführlich
angeschaut, was das bedeutet für verschiedene Bereiche unseres
Lebens. Und jetzt, drittens, gleich wie
auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat,
als Darbringung und Schlachtopfer zu einem lieblichen Geruch für
Gott. Gott ist nicht nur der, der uns
in der Vergangenheit zu neuen Menschen gemacht hat. Er ist
jetzt auch unser Vorbild, auf das wir unseren Blick gerichtet
halten sollen für unser Leben als neue Menschen. Wir lesen
in Vers 1 von Kapitel 5, werdet nun Gottes Nachahmer. Macht ihn
nach. Und um das zu unterstreichen,
verwendet Paulus noch zweimal das Wort wie oder gleich wie. Einmal in Vers 32 von Kapitel
4 ganz am Ende. Schreibt dort gleich wie auch
Gott euch vergeben hat. Und dann in Kapitel 5 Vers 2
gleich wie auch Christus uns geliebt hat. Wir sollen Nachahmer
sein und zweimal benutzt er das Wort wie. Es ist klar, als neue
Menschen, als geliebte Kinder sollen wir so leben wie Gott.
Ja, es ist ja das Kennzeichen von kleinen Kindern, dass sie
ihre Eltern nachahmen. Und als Gottes geliebte Kinder
sollen wir unseren Vater im Himmel nachahmen. Aber was sollen wir denn bei
Gott nachahmen? Wie lebt denn Gott? Und die Antwort
ist, er lebt Liebe aus. Johannes sagt uns, dass Gott
nicht nur jemand ist, der liebt, sondern dass Gott selbst die
Liebe ist. Und diese Liebe Gottes zeigt sich vor allem in zwei
Beziehungen. Einmal in der Beziehung, die
Gott in sich selbst hat. Die beste, die engste, die perfekteste
Liebesbeziehung, die es überhaupt nur gibt. Das ist die Beziehung,
die seit aller Ewigkeit besteht zwischen dem Vater, dem Sohn
und dem Heiligen Geist. Die Freude des anderen ist dort
ihr höchstes Glück. Ja, und deswegen ist Jesus auch
nicht in erster Linie für uns gestorben. sondern ist er in erster Linie
für seinen Vater gestorben, um ihm eine Freude zu machen. Wenn
ihr nochmal reinschauen wollt, in Kapitel 5 Vers 2 heißt es
am Ende, dass Christus gestorben ist als Darbringung und Schlachtopfer
zu einem lieblichen Geruch. Für wen? Für Gott. Diese unfassbare Liebe in der
Dreieinigkeit, die seit aller Ewigkeit besteht, die fließt
über in eine zweite Beziehung. Und das ist die Beziehung zwischen
Gott und uns. Auch sie ist geprägt von Liebe.
Aus Liebe hat dir Gott alle deine Sünden vergeben. Lesen wir in
Kapitel 4, Vers 32. Aus Liebe zu dir hat Christus, wie es ab
der Mitte von Kapitel 5, Vers 2 heißt, sich selbst, und jetzt
für wen gegeben? Für uns gegeben. Ja, beide steht
in Vers 2 drin. Jesus ist für seinen Vater gestorben
und für uns. Liebe prägt das, was Gott tut,
weil er Liebe ist. Sowohl in der Dreieinigkeit selbst,
als auch in seiner Beziehung zu dir. Und diese selbst aufopfernde
Liebe Gottes, die hast du am eigenen Leib erfahren. Und diese Liebe sollst du dir
jetzt als Vorbild nehmen für dein Leben als neuer Mensch.
Und das in allen Bereichen deines Lebens. Liebe, das sollte die
Grundmotivation sein hinter allem, was du als neuer Mensch tust,
hinter jedem neuen Kleidungsstück, was du dir anziehst. Und was ja auch deutlich wird,
ist, Liebe ist nicht in erster Linie ein schönes Gefühl. Es ist auch nicht immer angenehm
zu lieben. Liebe hat Jesus dazu gebracht,
sein Leben zu geben. Und das Bild, das Paulus hier
verwendet für die Liebe, wie sie praktisch aussieht, das ist
Opfer. Sehen wir in Vers 2. Und wir
sehen dadurch, es kostet etwas, jemand anderen zu lieben. So
wie es Jesus alles gekostet hat, dich zu lieben. Und Opfer, das
bedeutet immer, deine Komfortzone zu verlassen. Opfer bedeutet
auch manchmal, dich in den Mist von anderen Leuten reinzusetzen,
um ihnen daraus zu helfen. Opfer, das bedeutet die Bereitschaft,
Zeit oder Geld oder Entspannung zu opfern, um jemand anderem
deine Liebe zu zeigen. Und genau das ist dein Auftrag
als neuer Mensch. Du hast Gottes Liebe erfahren
als Gottes geliebtes Kind. Zeige anderen deine Liebe, so
wie Gott dir durch Jesus seine Liebe gezeigt hat. Amen.
Lebe als neuer Mensch
Series Epheser
Lebe als neuer Mensch…
… weil du Gottes geliebtes Kind bist
… indem du praktisch in der Liebe wandelst
… indem du dir Gottes Liebe zum Vorbild nimmst
| Sermon ID | 9722711466876 |
| Duration | 38:21 |
| Date | |
| Category | Sunday Service |
| Bible Text | Ephesians 4:25 |
| Language | German |
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