00:00
00:00
00:01
Transcript
1/0
Gnade sei mit euch und Friede
von Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Der Abschnitt für die heutige
Predigt steht, wie schon am Anfang des Gottesdienstes gesagt, in
Epheser Kapitel 5, die Verse 22 bis 33. Und wir hören das
Wort des lebendigen Gottes. Wie nun die Gemeinde sich dem
Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern
in allem. Ihr Männer liebt eure Frauen,
gleich wie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und
sich selbst für sie hingegeben hat, damit er sie heilige, nachdem
er sie gereinigt hat, durch das Wasserbad im Wort. damit er sie
sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, sodass
sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas Ähnliches habe, sondern
dass sie heilig und tadellos sei. Ebenso sind die Männer verpflichtet,
ihre eigenen Frauen so zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, der liebt
sich selbst. Denn niemand hat je sein eigenes
Fleisch gehasst, sondern ernährt und pflegt es gleich wie der
Herr die Gemeinde. Denn wir sind Glieder seines
Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein. Deshalb wird ein Mann seinen
Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und
die zwei werden ein Fleisch sein. Dieses Geheimnis ist groß. Ich aber deute es auf Christus
und auf die Gemeinde. Doch auch ihr, jeder von euch,
liebe seine Frau so wie sich selbst. Die Frau aber erweise
dem Mann Ehrfurcht. Gemeinde unseres Herrn Jesus
Christus, dieser Abschnitt beginnt mit einer Aufforderung zur Unterordnung. Und schon in der letzten Predigt
über den Epheserbrief haben wir das Thema kurz angerissen. Und
schon damals haben wir festgestellt, wenn man heute über Unterordnung
redet, sie verteidigt oder über sie predigt, dann macht man sich
in unserer Kultur keine Freunde. Unterordnung ist das Gegenteil
von Selbstverwirklichung. Unterordnung bedeutet, eigene
Freiheiten aufzugeben. Unterordnung bedeutet, die eigene
Komfortzone zu verlassen. Unterordnung bedeutet, sich von
anderen etwas sagen zu lassen. Paulus erwähnt dieses Thema der
Unterordnung scheinbar nur am Rande hier im Epheserbrief, nämlich
in Vers 21 von Kapitel 5. Dort schreibt er, ordnet euch
einander unter in der Furcht Gottes. Das war das Letzte, was
wir uns in der letzten Predigt über den Epheserbrief angeguckt
haben. Aber dieser kleine Vers ordnet euch einander unter in
der Furcht Gottes. Der gibt jetzt die Richtung vor
für den gesamten Abschnitt, der kommt, und zwar bis Kapitel 6,
Vers 9. Paulus erklärt jetzt ab Kapitel 5, Vers 22, was Unterordnung
konkret bedeutet, und zwar für drei Bereiche unseres Lebens.
Erstens in der Ehe, das ist unser Thema heute, dann in der Familie
und drittens am Arbeitsplatz. Martin Luther hat diesen gesamten
Abschnitt als die christliche Haustafel bezeichnet. Denn so
ausführlich wie nirgends in der Bibel gibt uns dieser Abschnitt
bis Kapitel 6, Vers 9 Anweisungen und Prinzipien für das Zusammenleben
in Gemeinschaften, in denen wir eben auch stehen. Das Hauptthema
des Epheserbriefs ist ja die Gemeinde, die neue Gemeinschaft
schlechthin. Aber daneben stehen wir alle
auch in anderen Gemeinschaften und Beziehungen. Und für diese
Gemeinschaften und Beziehungen gibt uns Paulus jetzt Anweisungen
in dieser christlichen Haustafel. Und heute soll unser Thema eben
die erste Gemeinschaft sein, die Ehe. Ich glaube, dass wenige Themen
in unserer heutigen Kultur so umstritten sind wie die Ehe. Es ist kein Geheimnis, dass die
christliche Ehe an sich heute unter Beschuss ist. Während die
Bibel lehrt und davon ausgeht, dass die Ehe ein lebenslanger
Bund ist zwischen einem Mann und einer Frau, haben wir in
Deutschland seit einiger Zeit die Ehe für alle. Während die Bibel lehrt, dass
die Ehe der Schutzraum für Sex ist, sagt unsere Kultur, dass
Sex außerhalb der Ehe völlig in Ordnung ist. Und während Paulus
hier die Ehe unter dem Oberthema der Unterordnung behandelt, fordert
unsere Kultur, dass Männer und Frauen in jedem Bereich, auch
in der Ehe, genau gleich sein sollten. Ja, die christliche Sicht auf
die Ehe und die Sicht der Kultur auf die Ehe, das reibt sich und
das reibt sich von Jahr und Jahr mehr. Je weiter sich unsere Gesellschaft,
unsere Kultur und leider auch unsere großen Kirchen von biblischen
Prinzipien verabschieden. Die biblische Sicht auf Ehe,
Geschlechter und Sexualität, die gilt heute als hoffnungslos,
rückständig und konservativ. Man sagt dann, Unterschiede zwischen
den Geschlechtern, die seien nur konstruiert. Männer und Frauen
seien in allem gleich, weshalb sie völlig gleichberechtigt sein
müssen. Die Gleichheit wird sehr stark
betont und die Unterschiede zwischen Männern und Frauen geleugnet. Aber diese Reibung zwischen Kultur
und dem, was die Bibel sagt, die gibt es nicht erst heute.
Die gab es auch schon vor 2000 Jahren, als Paulus diese Verse
hier geschrieben hat. Damals war jedoch das, was Paulus
hier schreibt, aus der Sicht der Kultur nicht hoffnungslos
rückständig, sondern revolutionär neu und provokativ. Zur damaligen Zeit wurde die
Gleichheit der Geschlechter so wenig gesehen, dass Frauen als
Menschen zweiter Klasse galten. Und das galt sowohl in der griechisch-heidnischen
Kultur als auch in der jüdischen Kultur. In beiden Kulturen hatten
Frauen wenig bis gar nichts zu melden. Er hat zum Beispiel in
einem bekannten jüdischen Gebet, das in der damaligen Zeit Männer
gebetet haben, heißt es, Gott, ich danke dir, dass ich kein
Sklave, kein Heide und keine Frau bin. Dagegen war das, was Paulus hier
darüber schreibt, wie Männer ihre Frauen behandeln sollen,
provokativ modern. Die biblische Sicht auf Ehe,
Geschlechter und Sexualität, die eckt in jeder Kultur an,
die das Christentum weitgehend ablehnt. Aber die biblische Sicht auf
diese Themen ist die bestmögliche Sicht. Denn sie stammt ja von
dem, der sich das alles ausgedacht hat. Und er hat es sich ausgedacht,
um uns etwas von der Freude erfahren zu lassen, die er seit aller
Ewigkeit als Gott hat. Als Gott, der gleichzeitig einer
ist und doch in drei Personen besteht. Drei Personen, die gleichwertig
sind und doch unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen und sich
für diese Aufgaben aucheinander unterordnen. Dieser Gott hat
sich Ehe, Geschlechter und Sexualität ausgedacht, um uns etwas davon
erleben zu lassen und damit wir etwas davon in dieser Welt, die
diesen Gott oft nicht kennt, wiederzuspiegeln. Und mein Ziel mit dieser Predigt
ist es, dass ihr mehr davon erkennt. Warum es gut ist, wie Gott sich
die Ehe ausgedacht hat. Warum es schön ist, wie Gott
sich das alles ausgedacht hat und wie wir Gott durch unsere
Ehen Ehre machen können. Mein Thema für heute Morgen ist
eine Ehe, die Gott Ehre macht. Erstens ist eine Ehe, wo die
Frau sich ihrem Mann unterordnet. Zweitens ist eine Ehe, wo der
Mann sich für seine Frau aufopfert. Und drittens ist eine Ehe, die
die Beziehung zwischen Jesus und uns widerspiegelt. Ich sage
das nochmal, eine Ehe, die Gott Ehre macht, ist erstens eine
Ehe, wo die Frau sich ihrem Mann unterordnet, zweitens, wo der
Mann sich für seine Frau aufopfert und drittens ist eine Ehe, die
die Beziehung zwischen Jesus und uns widerspiegelt. Und da
Paulus ja den gesamten Abschnitt mit dem Begriff der Unterordnung
anfängt, startet er jetzt auch bei seinem ersten praktischen
Thema, bei der Ehe, mit dem Thema der Unterordnung und den Frauen.
Denn er sagt ihnen explizit hier, dass sie sich unterordnen sollen.
Mein erster Punkt. Eine Ehe, die Gott Ehre macht,
ist eine Ehe, wo die Frau sich ihrem Mann unterordnet. Ich lese Vers 22 und 23. Herr
Traipaulus, ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter
als dem Herrn, denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch
der Christus das Haupt der Gemeinde ist, und er ist der Retter des
Leibes. Wie gesagt, das, was hier steht,
ist für unsere Kultur heute absolut provokativ. Und so haben auch
leider Christen angefangen, das, was hier steht, zu relativieren. Sie sagen dann, das waren damals
einfach andere Zeiten. Heute gilt es nicht mehr so.
Und wenn Paulus heute leben würde, dann würde er das bestimmt ganz
anders schreiben. So wird es von den evangelischen
Landeskirchen und tragischerweise auch immer mehr in den Freikirchen
gelehrt. Aber die Tatsache, dass Frauen sich ihren Männern unterordnen
sollen, die gilt nicht nur für eine bestimmte Zeit. Das gilt
sogar nicht erst seit dem Sündenfall, sondern das galt schon vorher. Paulus begründet die Unterordnung
der Frauen an anderer Stelle damit, dass Eva nach Adam geschaffen
wurde. Ja, dass Prinz Adam sehr gut
war, ist auf das Und doch hat sich Ed... Was heißt es jetzt für dich als
Ehefrau praktisch, dich deinem Mann unterzuordnen? Ich möchte
euch drei Dinge mitgeben. Man könnte sicherlich eine lange
Liste aufschreiben, aber ich möchte es mal auf drei Dinge
beschränken. Erstens, Unterordnung bedeutet,
deinen Ehemann zu respektieren. Das gilt einerseits für den Umgang
zu zweit oder wenn ihr in der Familie seid. Dass gerade auch
vor den Kindern zum Beispiel deutlich wird, Mama respektiert
Papa. Paulus wiederholt seine Ausführungen und fasst sie zusammen
ganz am Ende von unserem Abschnitt in Vers 33 und dort schreibt
er, die Frau erweise dem Mann Ehrfurcht. Oder wir würden heute
vielleicht in heutigem Deutsch sagen, die Frau respektiere ihren
Mann. Und dieser Respekt gilt natürlich
nach innen in der Familie, der gilt aber auch nach außen. Ja,
die Frage ist, wie redest du über deinen Mann? Vor anderen. Kommt darin zum
Ausdruck, dass du ihn oft lächerlich, peinlich oder vielleicht trottelig
findest? Oder respektierst du ihn? Sich unterzuordnen bedeutet zweitens,
dass der Mann das letzte Wort in allen Entscheidungen hat.
Es geht nicht darum, dass der Mann alles alleine entscheidet. Aber gerade dann, wenn ihr euch
vielleicht uneinig seid, ist er der, der die Entscheidung
trifft und der sie dann auch zu verantworten hat. Vers 24, wie nun die Gemeinde
sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren Männern
in allem. Und Unterordnung bedeutet drittens,
dass Frauen ihre Männer nicht manipulieren sollen. Ich glaube,
dass viele Frauen in der Gefahr stehen, ihren Männern zwar nicht
offen zu widersprechen, sondern eher ihren Willen dadurch durchzusetzen,
dass sie ihren Charme spielen lassen. Oder ihn auf andere Weise
irgendwie versuchen dahin zu kriegen, dass er jetzt das macht,
was sie wollen. Aber auch das widerspricht dem,
was Paulus hier in Gottes Auftrag schreibt. Es sind drei praktische
Dinge, wie Unterordnung praktisch aussieht. Erstens, den Mann zu
respektieren. Zweitens, dem Mann die letzte
Entscheidung zu überlassen und die Entscheidung auch zu akzeptieren
und mitzutragen. Und drittens, seinen Mann nicht
zu manipulieren. Aber ich denke, daneben ist es
auch wichtig, klarzumachen, was Unterordnung nicht bedeutet.
Unterordnung bedeutet nicht, dass Frauen sich jedem anderen
Mann unterordnen müssen. Es heißt ganz klar in Vers 22,
dass Frauen sich ihren eigenen Ehemännern unterordnen sollen. Leider ist es auch unter einigen
Christen falsch verstanden worden, sodass der Eindruck entstanden
ist, alle Frauen sollen sich automatisch allen Männern unterordnen. Aber darum geht es hier nicht,
sondern es geht darum, dass die Frauen sich ihren eigenen Männern
unterordnen sollen. Unterordnung bedeutet auch nicht,
dass Frauen schwach oder ungebildet sein sollen. Ja, es bedeutet
auch nicht, dass Frauen sich nicht mit Theologie beschäftigen
sollen oder nicht lehren sollen. Ganz im Gegenteil. Frauen sollen
genauso wie Männer im Wort Gottes wachsen. Und sie sollen biblische
Lehre weitergeben, zum Beispiel an ihre Kinder oder an andere
Frauen in der Gemeinde. Bei der Unterordnung geht es
auch nicht darum, dass der Mann einfach alle Entscheidungen trifft
und die Frau dann darüber informiert. Ja, es ist gut, dass gerade bei
großen Entscheidungen beide Ehepartner miteinander über Lösungen nachdenken. Da kann es sogar manchmal enorm
hilfreich sein, dass Männer und Frauen manchmal anders ticken
und denken. Zum Beispiel, Jesus hat sich
seinem Vater ganz untergeordnet, als er hier auf dieser Erde war.
Aber es ist sehr interessant, was er zu ihm sagte, kurz bevor
er gestorben ist, als er im Garten Gethsemane gebetet hat. Er sagte
dort, aber Vater, alles ist dir möglich, nimm diesen Kelch von
mir. Ja, obwohl Jesus sich seinem
Vater perfekt unterordnete, hieß das nicht, dass er jetzt keine
Meinung mehr hatte oder keine Bitten mehr geäußert hat. Also etwas zu sagen, mit zu diskutieren
und mit zu sprechen widerspricht nicht der Unterordnung. Aber
es ist interessant, was danach kommt. Jesus sagte dann eben
auch, doch nicht was ich will, sondern was du willst. Paulus legt an anderer Stelle
auch Wert darauf, dass Frauen häuslich sein sollen. Das bedeutet,
dass sie im Normalfall den Haushalt im Blick und unter ihrer Verantwortung
haben. Aber das bedeutet auch nicht,
dass sie nicht arbeiten gehen dürfen, sofern ihre anderen Aufgaben
nicht darunter leiden. Und letztens, Unterordnung bedeutet
auch nicht, dass Frauen ohne Ausnahme alles tun müssen, was
ihre Männer sagen. Das grundsätzliche Prinzip der
Unterordnung wird dann aufgehoben, wenn der Mann etwas entscheidet,
was gegen das Wort Gottes gerichtet ist. Auch für Ehefrauen gilt,
du sollst Gott mehr gehorchen als den Menschen. Und natürlich dann, wenn Männer
gewalttätig sind in der Ehe oder die Ehe durch Ehebruch beschädigen,
bedeutet Unterordnung nicht, dass Frauen das alles still ertragen
müssen. In solchen Fällen ist es sogar
geboten, dass Ehefrauen sich an andere wenden, selbst wenn
der Ehemann das nicht möchte. Und jetzt gibt es heute häufig
folgenden Einwand gegen Unterordnung. Man sagt dann, es mag ja alles
richtig sein und stimmen, wobei die Ehepartner dem typischen
Klischee von Mann und Frau entsprechen. Ja, der Mann, stark, entscheidungsfreudig,
initiativ und autoritativ, ein echtes Alphatier. Die Frau stattdessen
eher zurückhaltender, froh, wenn ihr Entscheidungen abgenommen
werden, aber dafür ist sie dann sehr empathisch, kreativ und
kommunikativ. Man sagt, in einer solchen Ehe
funktioniert das bestimmt wunderbar. Aber oft ist es eben nicht so.
Es gibt Ehen, da ist die Frau z.B. wesentlich begabter darin,
die Richtung vorzugeben als der Mann. Wäre es nicht sinnvoll,
in solchen Ehen dann zu sagen, wir tauschen einfach die Rollen? Die biblische Antwort auf einen
solchen Einwand ist folgender. Gott hat diese Ordnung nicht
gegeben, weil Männer begabter sind als Frauen. Wenn das so
wäre, dann müsste man die Ordnung tatsächlich hinterfragen, wenn
in einer Ehe die Frau eher leitungsbegabt ist. Nein, Gott hat das so angeordnet,
weil es sein Auftrag an Mann und Frau ist, unabhängig, ob
den beiden das von ihren jeweiligen Charakteren entgegenkommt oder
nicht. Und ein anderer Einwand gegen
Unterordnung ist ganz sicher heute, wenn man das so sieht,
dann komme ich als Frau mit meinen Bedürfnissen doch völlig unter
die Räder. Was ist mit meinen Rechten? Das ist interessant. Sowohl bei
den Frauen als auch später bei den Männern spricht Paulus kein
einziges Wort über Rechte, sondern nur über Pflichten. Aber das
ist genau der Punkt. Denn bei Rechten frage ich immer
nach mir und drehe mich im Prinzip um mich selbst. Das kann der
mir doch nicht antun. Das geht doch nicht. Ich habe
doch auch meine Rechte. In diesem Abschnitt geht es darum,
dass die Ehepartner sich auf den anderen ausrichten sollen
und für ihn da sein sollen. Es geht nicht um Rechte, die
ich habe, sondern um den Dienst, den ich am anderen tun soll. Es gibt viele Bereiche, in denen
Männer und Frauen gleich sind. Wir werden uns im zweiten Punkt
mit diesen Bereichen beschäftigen. Aber in diesem ersten Punkt haben
wir gesehen, dass sie auch unterschiedlich sind und deswegen unterschiedliche
Aufgaben in der Ehe bekommen haben. Und diese Unterschiedlichkeit
ist das, was durch die Unterordnung zum Ausdruck kommt. Aber wenn du jetzt denkst, dass
Unterordnung bedeutet, der Mann sitzt auf dem Sofa, legt die
Beine hoch und lässt sich von seiner Frau den ganzen lieben
langen Tag bedienen, Wenn du das denkst, dass es darum geht,
dann muss ich dich im zweiten Punkt enttäuschen oder beruhigen,
je nachdem. Denn jetzt beschäftigen wir uns
mit den Männern. Der zweite Punkt, eine Ehe, die
Gott Ehre macht, ist eine Ehe, wo der Mann sich für seine Frau
aufopfert. Vers 25 Ihr Männer, liebt eure
Frauen, gleich wie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und
sich selbst für sie hingegeben hat. Die Leser damals dürfte
dieser Vers überrascht haben, denn das Gegenteil zu unterordnen
war in der damaligen Kultur nicht lieben, wie hier bei Paulus,
sondern herrschen oder Befehle erteilen. Ein Soldat zum Beispiel
sollte sich seinem Offizier unterordnen und der Offizier sollte den Soldaten
Anweisungen geben. Paulus schreibt hier nicht, ihr
Männer beherrscht eure Frauen. Er schreibt auch nicht, ihr Männer
gebt euren Frauen Befehle, sondern er schreibt, ihr Männer liebt
eure Frauen. Was für uns als Christen selbstverständlich
ist, war wie gesagt in der damaligen Kultur provokativ modern. Ja, Frauen, Ehefrauen waren damals
dafür da, den Haushalt zu schmeißen und Nachkommen, möglichst männliche
Nachkommen zur Welt zu bringen. In der griechisch-römischen Welt,
gerade in der Oberschicht, war es völlig akzeptiert, dass die
meisten Männer für ihre sexuellen Wünsche zu anderen Frauen gingen. Und in diese Ehefrauen verachtende
Kultur, schreibt Paulus den Ehemännern, die neues Leben bekommen haben
und die Teil dieser neuen Gemeinschaft sind, von denen er im Epheserbrief
schreibt, geht mit euren Frauen radikal anders um, als es in
eurer Kultur normal ist. Gleich sechsmal taucht das Wort
Lieben in unserem Predigtabschnitt auf. Und es richtet sich jedes
Mal an die Männer. Vers 25 zweimal, wir haben es
eben gelesen, dann in Vers 28 sogar dreimal lesen wir, ebenso
sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben
wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, der liebt
sich selbst. Und dann Vers 33 nochmal am Schluss,
jeder von euch liebe seine Frau so wie sich selbst. Und obwohl
hier sechsmal das Wort Lieben vorkommt, habe ich diesen zweiten
Punkt nicht genannt. Eine Ehe, die Gott Ehre macht,
ist eine Ehe, wo der Mann seine Frau liebt, sondern wo der Mann
sich für seine Frau aufopfert. Denn gerade in unserer Kultur
wird Liebe so oft falsch verstanden. Liebe wird gleichgesetzt mit
Romantik oder Liebe wird verwechselt mit Verliebtsein oder Liebe wird
gleichgesetzt mit Sex. Versteht mich nicht falsch, es
ist wunderschön, wenn Ehepaare gegenseitig romantische Dinge
füreinander tun oder wenn sie auch nach Jahren der Ehe noch
verliebt sind. Aber darum geht es Paulus hier
nicht, wenn er von Liebe spricht. Er meint eine Liebe, die sich
für die Ehefrau aufopfert. Vers 25 Ihr Männer, liebt eure
Frauen gleich wie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und
sich selbst für sie hingegeben oder aufgeopfert hat. So wie
Jesus sich für die Gemeinde geopfert hat, so sollen sich Männer für
ihre Frauen aufopfern. Das ist die Liebe, von der Paulus
hier spricht. Bereits bei den Frauen hatte
Paulus die Beziehung von Jesus Christus und der Gemeinde als
Vorbild für die Ehe verwendet. Vers 24. Wie nun die Gemeinde
sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen
Männern in allem. Und jetzt bei den Männern verwendet
er das Bild erneut, aber dieses Mal deutlich ausführlicher. In
den Versen 26 bis 27 lesen wir ausführlich, wie genau Jesus
die Gemeinde geliebt hat. Dort heißt es, Jesus hat sich
für seine Gemeinde aufgeopfert, Vers 26. damit er sie heilige,
nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort,
damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich
sei, sodass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches
habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei." Ja, am Kreuz
hat Jesus sich für seine Gemeinde aufgeopfert. Er hat sein eigenes
Leben in den Tod gegeben. So groß war seine Liebe. Ja,
seine Liebe bestand nicht nur in schönen, romantischen Worten.
Seine Liebe bestand in der konkreten Tat für uns. Zuerst hat er uns durch seinen
Tod von allen unseren Sünden gereinigt. Und diese Verheißung,
dass er das getan hat, die kommt zu uns durch das Wort. Versiegelt
wird uns diese Verheißung der Reinigung von unseren Sünden
durch die Taufe. Deswegen spricht Paulus hier
vom Wasserbad im Wort. Und durch den Glauben nehmen
wir diese Verheißung aus dem Wort und der Taufe an und erfahren
so, was es heißt, von allen unseren Sünden gereinigt zu sein. Aber Jesus hat uns nicht nur
am Anfang unseres Christseins von unseren Sünden gereinigt,
Das heißt, von der Strafe über unsere Sünden freigesprochen,
er lebt jetzt durch seinen heiligen Geist in uns, um uns zu heiligen,
um uns zu verändern. Das sehen wir ganz am Anfang
von Vers 26, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat. Erst hat Jesus uns gereinigt,
jetzt heiligt er uns. Mit welchem Ziel, Vers 27? damit
wir eines Tages völlig heilig vor ihm stehen, ohne geistliche
Runzeln und Falten und Flecken, sondern völlig perfekt. Natürlich werden wir in diesem
Leben niemals dahin kommen, wirklich völlig heilig zu leben. Diese
Heiligkeit beginnt zwar hier auf dieser Erde, aber perfekt
wird sie erst dann sein, wenn wir vor Jesus stehen und einen
neuen, perfekten Körper haben. Aber auf der anderen Seite wird
und muss unser Leben Frucht bringen, wenn wir zu Jesus gehören. Denn
der, der uns gereinigt hat, der heiligt uns auch. Ohne Heiligung
wird niemand den Herrn sehen, sagt der Schreiber des Hebräerbriefs. Und so lesen wir in Vers 28,
ebenso, also ebenso wie Christus, sind die Männer verpflichtet,
ihre eigenen Frauen zu lieben, wie ihre eigenen Leiber. Diese
aufopferungsvolle Liebe, die Jesus uns am Kreuz und darüber
hinaus gezeigt hat und jeden Tag, jeden Tag zeigt, wenn er
vor seinem Vater für uns eintritt und uns durch seinen Heiligen
Geist erneuert. Diese Liebe sollen sich die Männer
zum Vorbild nehmen in ihrer Liebe für ihre Frauen. Aber warum beschreibt Paulus
so ausführlich das Werk Christi? Hätte es nicht gereicht, einfach
zu sagen, Männer, liebt eure Frauen so wie Jesus die Gemeinde. Einerseits will Paulus durch
diese ausführliche Beschreibung die Männer anstacheln, indem
er ihnen vor Augen malt, wie groß die Liebe Jesu wirklich
ist. Denkt mal darüber nach, Männer,
wie viel Jesus für euch getan hat. Und dann liebt eure Frauen
ebenso. Aber ich glaube, es gibt noch einen zweiten Grund. Jesus
soll nicht nur das Vorbild für Ehemänner sein, weil seine Liebe
so groß ist, sondern auch das, was Jesus der Gemeinde geschenkt
hat, soll ein Vorbild für die Männer sein. Was hat Jesus denn
der Gemeinde geschenkt? Er hat ihr ja geschenkt, wir
haben es gesehen, dass sie heilig wird, dass sie mehr wird wie
er. Und das gleiche Ziel sollen Männer
in der Ehe für ihre Frauen haben. Also nicht, dass ihre Frauen
mehr so werden wie die Männer, sondern dass ihre Frauen mehr
so werden wie Jesus. Liebe Männer, liebe Ehemänner,
das ist eure erste Herausforderung, euer erster Auftrag vor allen
anderen. Die größte Liebestat, die ihr
für eure Frauen tun könnt und sollt, ist, dass ihr euch aufopfert,
damit eure Frau mehr so wird wie Jesus. In Vers 23 heißt es, dass Jesus
der Retter des Leibes ist. Und in Versen 26 und 27 wird
uns gezeigt, wie Jesus uns reinigt und heiligt. Und natürlich können wir als
Ehemänner unsere Ehefrauen nicht retten oder heiligen, wie Jesus
das getan hat. Aber wir können und sollen sie
auf den hinweisen, der das getan hat. Und wir tun das am besten,
indem wir immer wieder unsere Frau, Und wenn welche da sind,
auch unsere Kinder zusammenrufen, um mit ihr oder mit ihnen das
Wort Gottes zu lesen und gemeinsam zu beten und so mehr von diesem
Jesus geheiligt zu werden. Liebe Ehemänner, wir sollen dafür
sorgen, dass Jesus der wirkliche König unseres Hauses ist. Und Paulus ist dieser aufopferungsvolle
Liebe der Männer so wichtig, dass er den Männern noch ein
zweites Bild gibt. Vers 28, zweite Hälfte. Wer seine Frau liebt, der liebt
sich selbst. Denn niemand hat je sein eigenes
Fleisch gehasst, sondern ernährt und pflegt es gleich wie der
Herr die Gemeinde. Denn wir sind Glieder seines
Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein. Paulus sagt hier, Jesus hat die
Gemeinde nicht einfach nur so geliebt, sondern hat sie deswegen
geliebt, weil sie sein Leib ist. Ja, und wenn Jesus also die Gemeinde
liebt, dann liebt Jesus in gewisser Weise sich selbst, weil sie ja
zu ihm gehört. Das ist sein Argument. Und genauso sollen Männer ihre
Frauen lieben, weil sie dann im Prinzip eben auch sich selbst
lieben. Natürlich werden Männer und Frauen in einer Ehe nicht
zu einer Person, aber sie werden eine Einheit. Und deswegen sagt
Paulus, liebt eure Frauen erstens, wie Christus euch liebt und zweitens,
weil ihr dann, wenn ihr das tut, euch in gewissem Sinn selbst
liebt. Wie sieht diese aufopferungsvolle
Liebe der Männer im Alltag praktisch aus? Der Mann hat die Leitung
und die Autorität in der Ehe. Er hat das letzte Wort bei Entscheidungen. Und er muss für diese Entscheidungen
die Verantwortung tragen. Aber, und ich hoffe, das ist
klar geworden, eben schon im ersten Punkt, es heißt nicht,
dass er nicht Entscheidungen mit seiner Frau bespricht. Es heißt nicht, dass er sich
bedienen lässt oder den ganzen Tag nur Befehle erteilt. Das
bedeutet stattdessen, dass du dir als Ehemann jeden Tag zwei
Fragen stellst. Die wichtigere von beiden ist,
was braucht meine Frau? Das sind in erster Linie natürlich
Dinge, die dazu dienen, dass sie Jesus ähnlicher wird. Wir
haben das gesehen. Aber darüber hinaus gibt es natürlich
viele andere Dinge, die Ehefrauen brauchen. Sowohl an Entscheidungshilfe,
an Wegweisung, als auch an Zeit, an gezeigter Liebe, an Hilfe,
an Kommunikation und so weiter. Und dann gibt es noch eine zweite
Frage, die ist der ersten Frage untergeordnet. Die erste Frage
war, was braucht meine Frau? Die zweite Frage lautet, was
will meine Frau? Das Problem bei dieser Frage
ist, wenn man diese Frage zu sehr ins Zentrum rückt, dann
besteht die Gefahr, dass der Mann nur noch dafür da ist, die
Wünsche der Frau zu erfüllen und sie glücklich zu machen. Auf der anderen Seite, wenn ein
Mann diese Frage nie stellt und immer nur dabei stehen bleibt,
was braucht meine Frau? dann besteht die Gefahr, dass
man seinen eigenen Willen als Ehemann mit dem verwechselt,
was die Frau jetzt braucht. Liebe Ehemänner, zwei Fragen,
die ihr euch jeden Tag stellen solltet. Was braucht meine Frau
und dem Untergeordneten mit Einschränkungen, was will meine Frau? Der erste Punkt dieser Predigt,
die Unterordnung der Frauen unter ihren Männern, der ist in unserer
Kultur heute sehr provokativ. Denn er betont die Unterschiede
zwischen Männern und Frauen in einer Kultur, die keine Unterschiede
mehr haben möchte. Der zweite Punkt der Predigt,
die aufforderungsvolle Liebe der Männer, die war vor allem
damals das Provokative. Denn es betont die Gleichwertigkeit
von Männern und Frauen. Ja, Männer und Frauen haben unterschiedliche
Aufgaben in Ehe, Familie und Gemeinde. Aber sie sind sowohl
als Menschen als auch als Christen absolut gleichwertig. Ja, das
meint Paulus, wenn er in Galater 3, Vers 28 schreibt, da ist weder
Jude noch Grieche im Reich Gottes. Da ist weder Knecht noch Freier,
da ist weder Mann noch Frau, denn ihr seid alle einer in Christus
Jesus. Und das ist übrigens auch einer
der Gründe dafür, warum die ersten Gemeinden gerade so attraktiv
für Frauen waren. Denn im Unterschied zu allen
anderen Kulturen und allen anderen Religionen waren Männer und Frauen
in der Gemeinde gleich viel wert. Den gesamten Abschnitt über die
Ehe, den wir hier lesen, den durchzieht ein Gedanke. Liebe Ehefrauen, liebe Ehemänner,
Nehmt euch für eure Ehe die Lebe Jesu zum Vorbild. Bis Vers 29 verwendet Paulus
viermal dieses Bild. Einmal in Vers 23, Vers 24, dann
ausführlich in Versen 25 bis 27 und in Vers 29. Aber dieses
Bild Dass wir uns gegenseitig so lieben
sollen, wie Jesus uns geliebt hat, das gibt es im Neuen Testament
nicht nur für die Ehe. Auch den Christen in Rom schreibt
Paulus ganz allgemein, nehmt einander an, so wie Jesus euch
angenommen hat, zur Ehre Gottes. Dieses Prinzip gilt also für
alle Christen. Was ist dann das Besondere der
Ehe? Das Besondere ist, dass die Liebe
von Christus zu uns nicht nur das Vorbild sein soll für unsere
Ehen, sondern dass unsere Ehen hier auf der Erde im Gegenzug
auch ein Bild sein sollen für die Liebe von Christus zu seiner
Gemeinde. Das ist mein dritter Punkt. Eine
Ehe, die Gott Ehre macht, ist eine Ehe, die die Beziehung zwischen
Jesus und uns widerspiegelt. Schon in den Versen 28 bis 30
hatte Paulus betont, wie eng die Beziehung in einer Ehe ist. Ihr Männer, wenn ihr eure Frauen
liebt, dann liebt ihr im Prinzip euch selbst. Und im Anschluss daran ist ein
Punkt folgender. Die Beziehung zwischen Christus
und der Gemeinde ist unglaublich eng. Aber wir können nicht sehen,
wie eng diese Beziehung zwischen Jesus und der Gemeinde ist. Also
hat Gott eine Beziehung in dieser Welt geschaffen, die ebenfalls
sehr eng ist, nämlich die Ehe, um dieser Welt ein Bild vor Augen
zu malen, wie eng seine Beziehung zu uns ist. Und um das zu erklären, zitiert
Paulus ganz vom Anfang der Bibel, von dort, wo Gott den Menschen
und auch die Ehe geschaffen hat. Vers 31, ein Zitat aus 1. Mose 2, Deshalb wird ein Mann
seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen
und die zwei werden ein Fleisch sein." Diesen Vers zitiert Paulus,
um deutlich zu machen, wie eng die Beziehung in der Ehe ist.
Ja, sie ist enger als die Beziehung zu den Eltern und den Geschwistern. Deswegen wird man seine Herkunftsfamilie
dafür verlassen. Die Ehe ist eng in körperlichem
Sinn, Stichwort Sex. Die Ehe ist eng in sozialem Sinn,
Stichwort, dass man eine gemeinsame Wohnung und ein gemeinsames Haus
hat und sein Leben gemeinsam verbringt. Und die Ehe ist auch
eng in rechtlichem Sinn, Stichwort, öffentliches Versprechen, öffentlicher
Bund bei der Hochzeit. Man verspricht sich bis, dass
Gott uns durch den Tod scheidet. Und aus diesen Gründen ist die
Ehe die engste Beziehung, die es unter Menschen hier auf dieser
Erde gibt, enger als jede Freundschaft. Paulus schreibt über diese Ehe,
über diese enge Beziehung, dieses Geheimnis, das Geheimnis der
Ehe, das ist groß. Ich aber deute es auf Christus
und die Gemeinde. Das Geheimnis ist also, dass
Gott die Ehe als enge Beziehung eingesetzt hat, um eine noch
viel engere Beziehung in dieser Welt sichtbar zu machen. Nämlich
die Beziehung zwischen Christus und uns, seiner Gemeinde. Und diese Beziehung, die soll
unsere Ehe widerspiegeln. Und bevor wir uns anschauen,
wie dieses Widerspiegeln praktisch aussieht, möchte ich noch kurz
die von euch ansprechen, die sich vielleicht denken, ich kann
ehrlich gesagt mit dieser Predigt heute Morgen nicht so arg viel
anfangen. weil das trifft einfach nicht
auf meine Lebenssituation zu. Gerade deswegen möchte ich euch
jetzt kurz in drei Gruppen ansprechen. Und zwar als erstes die von euch,
die unverheiratet sind, aber sich ernsthaft Gedanken machen
über eine Ehe. Vielleicht seid ihr schon in
einer Beziehung oder ihr macht euch Gedanken, ob ihr eine Beziehung
startet. dann gilt das, was wir heute
gelesen haben, natürlich noch nicht eins zu eins für euch. Aber es ist trotzdem unglaublich
wichtig für eure Zukunft. Ja, und gerade den Männern möchte
ich sagen, stellt euch die Frage, bin ich bereit, diese Frau aufopferungsvoll
zu lieben, so wie Jesus seine Gemeinde liebt? Bin ich bereit,
es zur wichtigsten Priorität unserer Ehe zu machen und meiner
Aufgabe als Ehemann, dass meine Frau Jesus ähnlicher wird? Die zweite Gruppe, die ich ansprechen
möchte, sind die von euch, die unverheiratet sind und wo ihr
jetzt auch nicht in Aussicht habt, in nächster Zeit zu heiraten. Ich bin mir sicher, dass ihr
von Zeit zu Zeit unter eurer Situation leidet. Die einen mehr, die anderen weniger. Ich möchte euch gerade in diesen
Situationen und für diese Situationen auf etwas in unserem Abschnitt
hinweisen. Paulus macht ja deutlich, dass
die Ehe zwischen Mann und Frauen nur ein Bild für die wahre Ehe
ist. Und in der wahren Ehe, also der
Ehe zwischen Christus und seiner Gemeinde, da bist du auch verheiratet,
weil du Teil dieser Gemeinde bist. Die Ehe ist nur, in Anführungszeichen,
ein Bild. Jesus ist die Realität. Die Ehe ist nur der Trailer.
Jesus ist der Film. Ich weiß, dass das nicht alles
Leid der Einsamkeit wegpustet. Aber ich möchte euch ermutigen,
euch diesen Aspekt immer wieder selbst zu sagen. Gerade wenn
ihr über eure Situation traurig seid. Und die dritte Gruppe, die ich
ansprechen möchte, das sind die unter euch, die mit jemandem
verheiratet sind, der kein Christ ist. Und auch in diesem Fall
gilt die Verantwortung, die Gott dir für die Ehe gegeben hat. Und vielleicht wirst du gerade
dann, wenn du die Verantwortung wahrnimmst, dadurch deinen Ehepartner
für Jesus gewinnen. Petrus schreibt in 1. Petrus
3, Vers 1 und 2, desgleichen sollt ihr Frauen euch euren Männern
unterordnen. Also genau das gleiche wie Paulus. Damit auch die Ehemänner, die
nicht an das Wort glauben, durch den Wandel ihrer Frauen ohne
Worte gewonnen werden, wenn sie ansehen, wie ehrfürchtig und
rein ihr lebt. In anderen Worten, auch wenn
dein Ehepartner nicht gläubig ist und sich vielleicht auch
gar nicht für die biblischen Prinzipien der Ehe interessiert, lebe du
trotzdem nach diesen Prinzipien in eurer Ehe. Und vielleicht
bewirkt es etwas Großartiges und du wirst ein Spiegel der
Liebe Gottes. Nicht vielleicht in erster Linie
für diese Welt, sondern für deinen Ehepartner. Zurück zu den Ehen, wo beide
Christen sind, Ehemann und Ehefrau. Paulus fasst den Auftrag für
diese Ehen nochmal am Ende zusammen. Vers 33. Doch auch ihr, jeder
von euch, liebe seine Frau so wie sich selbst. Das ist die
aufopfernde Liebe der Männer. Die Frau aber erweise dem Mann
Ehrfurcht oder Respekt. Das ist die Unterordnung. Dann
bringen wir es auf den Punkt, was Paulus in diesen zwölf Versen
sagt. Er sagt, eure Ehe sollte eine
Beziehung sein, die tief von Gottes wunderbarer Liebe geprägt
ist und die gleichzeitig hier auf der Erde Gottesliebe widerspiegelt. Und das bedeutet nicht, dass
ihr einen Schein nach außen vorspielen sollt, der innen drin in euch
oder in eurer Ehe gar nicht da ist. Denn man kann als Ehepaar
Gottes Liebe zu seiner Gemeinde nur dann in dieser Welt widerspiegeln,
wenn man selbst tief in dieser Liebe des Evangeliums verwurzelt
ist und dann das, was im Herzen der Ehe ist, nach außen strahlen
lässt. Und zwar um einer Welt, die das
Evangelium fast vollständig vergessen hat, etwas vom Evangelium zu
zeigen und um die Gemeinde hier vor Ort zu stärken. Denn Gemeinden
brauchen starke Ehen. Amen.
Eine Ehe, die Gott Ehre macht
Series Epheser
Eine Ehe, die Gott Ehre macht…
… ist eine Ehe, wo die Frau sich ihrem Mann unterordnet
… ist eine Ehe, wo der Mann sich für seine Frau aufopfert
… ist eine Ehe, die die Beziehung zwischen Jesus und uns widerspiegelt
| Sermon ID | 97221018265841 |
| Duration | 42:40 |
| Date | |
| Category | Sunday Service |
| Bible Text | Ephesians 5:22-33 |
| Language | German |
Documents
Add a Comment
Comments
No Comments
© Copyright
2026 SermonAudio.