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Gnade sei mit euch und Friede
von Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Der Abschnitt
für die heutige Predigt steht im Epheserbrief. Wir machen also
weiter in unserer Reihe und wir wollen uns heute die Verse 11
bis 14 des ersten Kapitels anschauen. Aber weil das hier Teil dieses
Liedes ist, Kapitel 1, die Verse 3 bis 14, lese ich noch einmal
ab Vers 3. Wir hören das Wort des lebendigen
Gottes. Gepriesen sei der Gott und Vater
unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem
geistlichen Segen in den himmlischen Regionen in Christus, wie er
uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir
heilig und tadellos vor ihm seien. In Liebe hat er uns vorherbestimmt
zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus nach dem
Wohlgefallen seines Willens. zum Lob der Herrlichkeit seiner
Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten. In ihm haben wir die Erlösung
durch sein Blut, die Vollgebung der Übertretungen nach dem Reichtum
seiner Gnade, die er uns überströmend wie erfahren ließ in aller Weisheit
und Einsicht. Er hat uns das Geheimnis seines
Willens bekannt gemacht, entsprechend dem Ratschluss, den er nach seinem
Wohlgefallen gefasst hat in ihm. Zur Ausführung in der Fülle der
Zeiten alles unter einem Haupt zusammenzufassen in dem Christus
sowohl was im Himmel als auch was auf Erden ist. Und jetzt kommt der Abschnitt
für die Predigt heute. In ihm in welchem wir auch ein
Erbteil erlangt haben, die wir vorherbestimmt sind, nach dem
Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Ratschluss seines Willens,
damit wir zum Lob seiner Herrlichkeit dienten, die wir zuvor auf den
Christus gehofft haben. In ihm seid auch ihr, nachdem
ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung gehört
habt. In ihm seid auch ihr, als ihr
gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung,
der das Unterpfand unseres Erbes ist, bis zur Erlösung des Eigentums,
zum Lob seiner Herrlichkeit. Gemeine unseres Herrn Jesus Christus,
von den Juden habe ich fünfmal vierzig Schläge weniger einen
empfangen. Dreimal bin ich mit Ruten geschlagen,
einmal gesteinigt worden. Dreimal habe ich Schiffbruch
erlitten. Einen Tag und eine Nacht habe
ich in der Tiefe zugebracht. Ich bin oftmals auf Reisen gewesen,
in Gefahren auf Flüssen, in Gefahren durch Räuber, in Gefahren vom
eigenen Volk, in Gefahren von Heiden. in Gefahren in der Stadt,
in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem Meer, in Gefahren
unter falschen Brüdern, in Arbeit und Mühe, oftmals in Nachtwachen,
in Hunger und Durst, oftmals in Fasten, in Kälte und Blöße. Das schreibt Paulus als ganz
kurzen Rückblick auf sein Leben als Christ, als Missionar. Und
ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwer sich das anhört
oder das liest und sagt, wow, Paulus, mit dir würde ich gerne
tauschen. Und derselbe Paulus, der diese
Verse, die wir gerade gelesen haben, geschrieben hat, Der schreibt
auch das, was wir gerade einmal mehr gelesen haben in Epheser
1. Er beginnt mit den Worten, gepriesen
sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns
gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen
in Christus. Er sagt, wir haben jeden geistlichen
Segen. Und dann beschreibt er, wie dieser
geistliche Segen aussieht. Ja, Vers 4, Gott hat uns vor
Grundlehrung der Welt auserwählt. Vers 5, er hat uns zu Söhnen
Gottes gemacht. Das haben wir beides vor zwei
Wochen in der Predigt gesehen. Und dann Vers 7, Gott hat uns
Erlösung und Vergebung geschenkt. Und Vers 9, er hat uns das, was
wir wissen müssen, als Geheimnis mitgeteilt. Und dann Vers 10,
er hat Jesus als König über alles gemacht. Das haben wir letzte
Woche gesehen. Geistlicher Segen in Hülle und
Fülle. Und jetzt stellt euch mal vor,
Paulus hätte diese Verse hier in Epheser 1 nicht nur als Brief
geschrieben, sondern er hätte sie eines Sonntags gepredigt. Nach dem Gottesdienst wäre dann
ein Mann zu ihm gekommen und hätte sowas gesagt wie, Paulus,
das ist ja alles schön und gut. Das hört sich ja echt toll an,
so mit dem geistlichen Segen und so. Du bist auch voll bei
der Sache. Man merkt, es ist dir wirklich
wichtig. Aber guck dich doch mal an. Ja, die ganzen Striemen
auf deinem Rücken vom Auspeitschen und die ganzen Narben im Gesicht
von deinen Steinigungen. Vielleicht hilft dein positives
Gerede ja irgendwem hier in der Gemeinde. Vielleicht hilft es
ja auch dir. Aber für mich ist das nichts.
Und ich glaube dir auch nicht, dass nach all dem, was du in
deinem Leben gelebt hast und erlebt hast, dass du irgendwie
wirklich glaubst, dass du mit jedem geistlichen Segen gesegnet
bist. Jemand der das durchgemacht hat,
was du durchgemacht hast, der kann das unmöglich wirklich glauben. Hand aufs Herz. Denken wir oft
nicht mit dem Blick auf unser eigenes Leben ganz ähnlich? Geistliche Segnungen. Und reich
beschenkt, super. Kind Gottes, das hört sich echt
gut an. Aber ehrlich gesagt, um mein
Leben hier auf der Erde gebacken zu kriegen, so von Wochenende
zu Wochenende, da brauche ich eigentlich was anderes. Da brauche
ich genug Schlaf. Da muss ich meinen inneren Schweinehund
überwinden. Es ist gut, wenn mir möglichst
wenig Menschen Stress machen. Ein bisschen mehr Geld wäre auch
gut. Und gesund zu sein ist auch immer
wichtig. Und geistliche Segnungen, das
was Paulus hier schreibt, das hört sich gut an. Das ist auch
wichtig, wir sind ja alle Christen. Aber klingt es nicht in unseren
Ohren so ein bisschen wie ein ganzer Koffer voller Geld? In einer Währung, mit der wir
hier nicht bezahlen können. Es ist viel wert, es ist bestimmt
super. Aber hier, heute, kann ich nicht
besonders viel damit anfangen. Ja, ich würde sowas nie sagen.
Aber ganz ehrlich, ich denke oft unter der Woche so. Und ich
glaube, das ist auf der einen Seite ein persönliches Problem,
was wir alle haben. Wir sind sehr auf dieses Leben
hier auf der Erde fixiert. Und wir haben sehr wenig das
Leben nach dem Tod auf dem Schirm. Und andererseits ist es tatsächlich
so, dass wir die meisten der geistlichen Segnungen zwar schon
haben, sie sind schon da, Paulus spricht immer wieder in der Gegenwart,
wir haben das alles, Aber ich sag mal, wir erleben es noch
nicht wirklich. Und das bringt uns alle in eine
Spannung. Eine Spannung zwischen, ich weiß,
dass alles, was wir hier in Epheser 1 lesen, dass es meins ist. Ich bin erwählt, ich bin ein
Kind Gottes, mir ist vergeben, ich bin erlöst. Das ist alles
meins. Und andererseits ist da die Tatsache,
dass wir so wenig davon erleben, erfahren. Unser Leben fühlt sich
oft nicht so an, als wären wir mit jedem geistlichen Segen gesegnet. Und es fühlt sich sehr oft so
ähnlich an, wie das, was wir eben von Paulus gelesen haben,
gerade im zweiten Korintherbrief. Und da stellt sich die Frage,
ist Paulus hier, zumindest wenn uns um unser Leben hier, im Hier
und Jetzt geht, nicht völlig unrealistisch? Hat seine Theologie, die er hier
aufschreibt, überhaupt etwas mit der Wirklichkeit heute zu
tun? Oder ist es zwar ein schöner Ausblick so auf die Zukunft für
später mal, ohne jede Bedeutung für das Hier und Jetzt? Mein Ziel ist es, euch heute
in dieser Predigt zu zeigen, dass es tatsächlich etwas, sogar
sehr viel mit dem echten Leben zu tun hat. Und gleichzeitig
stimmt es eben auch, dass wir hier auf der Erde in diesem Leben
davon noch nicht so viel erleben. Und wie dieses Verhältnis zwischen
unseren Segnungen, die wir hauptsächlich in der Zukunft erfahren werden,
und unserem Leben im Hier und Jetzt ist, das erklärt uns Paulus
in den Versen 11-14. Und dafür verwendet Paulus das
Bild des Erbes. Ja, ein Erbe ist ein bestimmter
Betrag Geld, der einem sicher zusteht. Nehmen wir an, da wäre
ein reicher Mensch und du wärst der einzige Angehörige dieses
Menschen. dann würdest du eines Tages all seinen Besitz erben,
sobald er gestorben ist. Aber andererseits ist es eben
auch so, bevor er gestorben ist, hast du nichts von seinem Besitz. Du weißt, dass du eines Tages
ganz sicher alles besitzen wirst, aber jetzt erlebst du noch nichts
davon. So ist das beim Erbe, hier auf
der Erde. Aber so ist es eben auch mit
unserem geistlichen Erbe. Heute in dieser Predigt geht
es um dieses geistliche Erbe und um die Frage, was der Heilige
Geist, den Paulus hier in Vers 13 dann erwähnt, damit zu tun
hat. Mein Thema für heute ist Erbe. Der Heilige Geist sichert
deine Rettung. Erster Punkt, du bist Erbe, weil
du ein Sohn Gottes bist. Ein zweiter Punkt, du bist Erbe,
um Gott Ehre zu machen. Und mein dritter Punkt, du bist
Erbe, was dir der Heilige Geist versichert. Erbe, der heilige
Geist sichert deine Rettung. Du bist Erbe. Erstens, weil du
ein Sohn Gottes bist. Zweitens, um Gott Ehre zu machen.
Und drittens, was dir der heilige Geist versichert. Ein erster Punkt. Du bist Erbe,
weil du ein Sohn Gottes bist. Wie kommt Paulus dazu? Hier in Vers 11 festzustellen,
dass wir in ihm, also in Christus, ein Erbteil erlangt haben. Unser
Erbe, das ist eine weitere der geistlichen Segnungen, von denen
Paulus in Vers 3 gesprochen hatte. Er sagt, wir sind gesegnet mit
geistlichen Segnungen und dann zählt er sie auf in diesen Versen. Und das Erbe ist eine weitere
dieser Segnungen. Und sie hängt ganz eng mit einer
anderen Segnung zusammen, die wir schon hatten. In Vers 3 haben
wir geistliche Segnungen. Wenn ihr mal reinguckt in Vers
5, Heißt es, er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst. Er hat uns adoptiert in seine
Familie. Und jetzt Vers 11, wir haben
deswegen ein Erbe. Das was Paulus in Vers 5 sagt,
wir sind adoptierte Söhne in seiner Familie. Und das was er
in Vers 11 sagt, wir sind Erben, das hängt ganz eng zusammen.
Das eine ist ohne das andere undenkbar. Denn damals in der
Zeit war Sohn nicht einfach eine Beschreibung dafür, dass ich
halt das Kind, das männliche Kind von meinem Vater bin, sondern
es war vor allem ein rechtlicher Ausdruck. Ich habe das schon
öfter erklärt. Denn damals bedeutete Sohn gleichzeitig,
dass man Erbe war. Töchter erbten nicht, Sklaven
erbten schon gar nicht, aber als Sohn, gerade wenn man der
Einzige war, und in einem Haus von einem reichen Römer oder
Griechen damals aufgewachsen ist, dann wusste man, eines Tages
ist das hier alles meins. Jetzt noch nicht, aber eines
Tages schon. Und in dem Bild der erbberechtigten
Söhne, auf das Paulus hier immer wieder anspielt, da steckt noch
mehr drin. Einerseits natürlich, wir sind
rechtlich Erben, aber andererseits, dass Gott eben unser Vater ist.
Wir sind seine Kinder. unser Vater, wir, seine Kinder.
Und das klingt doch super. Einerseits erben wir ganz viel
und zweitens haben wir einen Vater im Himmel. Aber wenn ich ehrlich bin, ziemlich
oft lebe ich so, als würde ich es besser finden, wenn Gott nicht
mein Vater wäre, sondern mein Chef. Ein Chef, für den ich so verschiedene
Sachen mache und dann am Ende des Monats bezahlt er mich dafür.
Ja, übertragen auf Gott sieht das so aus. Ich mache meine christlichen
Sachen und Gott vergibt mir dann und lässt mich dann in den Himmel. Ja, ein Chef, der hat in den
meisten Fällen überhaupt nicht das Ziel, dass ich ihn jetzt
besonders gern habe. Er verlangt vor allem, dass ich
gute Arbeit mache. Und das, was viele Menschen an
ihrer Arbeitsstelle schätzen, ist, dass sie dort hingehen können,
arbeiten können und vor allem, dass sie am Ende des Monats Geld
bekommen. Vereinfacht gesagt läuft die
Beziehung zum Chef grundsätzlich so, ich gebe Arbeit und du gibst
mir mein Gehalt. Und ich befürchte, dass viele
Christen mit Gott in einer solchen Beziehung leben. Und ich behaupte,
dass wir alle immer wieder geneigt sind, mit Gott in einer solchen
Beziehung zu leben. Ich gebe dir was und du lässt
mich dafür halt in den Himmel. Aber Gott möchte viel mehr. Was
Gott möchte, ist eben eine Vater-Kind-Beziehung. Wir sind seine Söhne, seine Kinder. Er verspricht uns ein reiches
Erbe. Aber schon jetzt geht es darum,
diese Beziehung mit ihm zu leben. Zum Beispiel zu beten, nicht
in erster Linie, weil sich das halt so gehört oder weil ich
muss, sondern weil ich in einer Beziehung mit Gott lebe. Und
zu einer Beziehung gehört Reden eben dazu. Ja, in unserer Beziehung mit
Gott ist es ja so, dass Gott uns nichts schuldig ist. Er schuldet
uns nicht, uns irgendein Gehalt zu überweisen. Es ist so, dass
er uns liebt. Er hat uns gesegnet mit jedem
geistlichen Segen. Aber der Teufel setzt alles daran,
in deinem Leben dir immer wieder dieses Denken einzureden, einzuträufeln,
dass wir in Gott nicht unseren Vater sehen, sondern irgendeinen
Chef, mit dem wir halt Geschäfte machen. Und das ist schon deswegen falsch,
weil es im Christentum nicht darum geht, was Gott uns gibt. Zumindest nicht in erster Linie. Im Kern geht es im Christentum
um Gott selbst. Und das ist auch der Punkt bei
dem Erbe, das wir eines Tages einmal bekommen werden. Wisst ihr, was im Kern unserer
Erbe ist, was wir eines Tages bekommen werden? Es ist Gott selbst. Wir erben
mit ihm zusammen zu sein, etwas von der vollkommenen Freude,
dem vollkommenen Glück zu bekommen, was ihn seit aller Ewigkeit ausmacht. Ja, auf der Arbeit geht es nicht
um die Person des Chefs selbst, sondern da geht es um Arbeit,
um Leistung und um Gehalt. In einer Vaters-Sohn-Beziehung
Da geht es nicht um Geld, sondern da geht es um die Person an sich,
um Liebe, um miteinander sprechen, um Zeit miteinander zu verbringen. Gott ist schon deswegen nicht
unser Chef, weil Gott schon alles hat. Er braucht auch nicht unsere
Arbeitsleistung. Er braucht nicht unsere Gebete,
er braucht nicht unseren Dienst, er braucht nicht unsere Anbetung. Keine Frage, er möchte das alles. Er freut sich auch darüber, aber
er braucht es nicht. Als meine Frau und ich vor ein
paar Wochen Hochzeitsgeschenke ausgepackt haben, da waren da
auch ein paar Bilder dabei von Kindergartenkinder. Und die Bilder
waren nach allen Kriterien, die man an ein gutes Gemälde anlegen
kann, so richtig schlecht. Die Eltern mussten sogar drunter
schreiben, um was es sich jeweils bei dem Motiv auf den Bildern
gehandelt hat. Aber wir haben uns trotzdem sehr
darüber gefreut. Und ich glaube, so ähnlich ist
es auch bei Gott, wenn er unsere Werke betrachtet. Er könnte das
alles viel schneller, viel besser und moralisch auch viel heiliger,
weil unsere Werke alle mit Sünde befleckt sind. Ja, unsere Werke
sind oft so ein bisschen so wie die großen Kunstwerke von kleinen
Kindern. Aber er freut sich trotzdem darüber. Wie ein Vater sich über die Gemälde
seiner Kinder freut. Aber was er nicht will, ist,
dass wir ihnen dienen, um zu bekommen, sondern dass wir ihn
selbst suchen. Er selbst ist unser Erbe. Und dieses Erbe, ihn selbst,
was uns in Zukunft erwartet, das bekommen wir nicht einfach
so. Vers 11 beginnt mit den Worten
in ihm, also in Christus. Und ich habe ein bisschen die
Befürchtung, dass wir, vor allem in Epheser 1, das ganz schnell
überlesen. Auch wenn es fast nicht geht,
weil der Ausdruck in den Versen 3-14 neunmal auftaucht. Ich habe mal durchgelesen und
geguckt, wann der erste Vers kommt. In Epheser 1, Abfest 3,
wo nicht in Christus oder in ihm drin steht. Und man muss
ziemlich lange suchen. Und auch sonst ist das Neue Testament
voll von diesem Ausdruck. In Christus. Aber wie gesagt,
die Gefahr besteht, dass wir da einfach so drüber lesen. In
Christus, das hört sich doch echt christlich an, oder? Aber
hat es eigentlich irgendeine Bedeutung? Ich erinnere mich
noch genau an ein Treffen mit unserer christlichen Studentengruppe. Da kam ein junger Kerl, so ein
bisschen zu spät, er war selbst kein Student, aber er mochte
irgendwie die Gemeinschaft und deswegen kam er immer mal vorbei.
Wir wollten gerade anfangen, da ging die Tür auf und er stand
in der Tür. Und anstatt jetzt leise reinzukommen
und uns anfangen zu lassen, sagte er, das war ein super Tag. Im
Herrn. Und es war völlig offensichtlich,
er hatte keine Ahnung, was das Im Herrn da hinten dran sollte. Aber in einer christlichen Gruppe
kann man das mal so sagen. Für ihn war das nicht mehr als
so eine christliche Floskel. Und ich glaube, wir stehen alle
in der Gefahr, entweder wir lesen über das In Christus drüber,
oder wir machen es halt zu einer Floskel. Hört sich gut an, bedeutet
aber nichts. Dabei steckt die gesamte Botschaft,
die gesamte Botschaft des Neuen Testaments in diesen beiden Wörtern
in Christus. Alles, was wir als Christen bekommen
haben, alle geistlichen Segnungen, haben wir nur wegen, in und durch
Christus. Erwähnung in Christus, Erlösung
und Vergebung in Christus, Söhne Gottes und Erben in Christus. Und was bedeutet dieses in Christus
jetzt für unseren Fall, für das Erbe konkret? Es bedeutet, dass wir erstmal
überhaupt nicht erbberechtigt sind. Der Sohn Gottes, der einzige
Sohn Gottes ist nämlich Jesus Christus und niemand sonst und
er bekommt das riesige Erbe seines Vaters. Aber da wir durch unseren
Glauben eins sind mit Jesus, also in Christus sind, bekommen
wir Anteil an diesem Erbe und ein Anrecht auf dieses Erbe. Wir sind erbberechtigte Söhne
Gottes in Christus, weil wir zu dem einzigen wirklich erbberechtigten
Sohn Gottes gehören. In Christus. Das ist viel, viel
mehr als eine Floskel. Es ist die Brücke, kann man sagen,
oder der Kanal, durch den alle Segnungen Gottes, alles, was
Gott uns schenkt, zu uns kommen. Ohne Christus hätten wir keine
einzige dieser Segnungen und wir wären verloren. Von Gott
und allem, was er uns schenkt, getrennt. So wie alle Menschen,
die Gott nicht kennen, die nicht in Christus sind. Aber was ist jetzt das Ziel davon,
dass wir alle die geistlichen Segnungen bekommen haben? Geht
es darum, dass wir unser Erbe so richtig genießen dürfen? Geht es darum, dass wir im Himmel
dann so ähnlich wie Dagobert Duck dann in unseren Reichtümern
einfach baden können? Ja, tatsächlich, eines Tages
dürfen wir unser Erbe in vollen Zügen genießen. Es wird weit
besser als alles, was wir hier an Schönem in diesem Leben erleben.
Besser als das erste Kind in den Armen zu halten. Besser als
der Hochzeitstag. Besser als der schönste Urlaub. Besser als alles. Aber das ist nicht das Ziel. Es ist nicht der Kern, wozu Gott
uns das Erbe schenkt. Denn das Hauptziel, warum Gott
uns zu erben macht, das finden wir im nächsten Vers, Vers 12. Wir bekommen dieses Erbe, damit
wir zum Lob seiner Herrlichkeit dienten. Ein zweiter Punkt. Du bist Erbe, um Gott Ehre zu
machen. Zum Lob von Gottes Herrlichkeit
sein oder dienen. Das ist so ein bisschen so wie
in Christus. Hört sich super christlich an,
aber was heißt das eigentlich? Und wie ein Refrain zieht sich
diese Aussage durch die Verse 3 bis 14. Vers 6, zum Lob der
Herrlichkeit seiner Gnade. Hier Vers 12, damit wir zum Lob
seiner Herrlichkeit dienten. Vers 14, dann ganz am Ende, zum
Lob seiner Herrlichkeit. Was bedeutet dieser Ausdruck? Erstens zeigt er uns, dass der
gesamte Plan des dreieinigen Gottes, er wählt vor Grundlegung
der Welt durch den Vater, er löst durch den Sohn, jetzt ausgerüstet
mit dem Heiligen Geist, dass dieser Plan nicht uns zum Zentrum
hat, sondern Gott. Er startet mit Gott und er endet
mit Gott. Er führt zurück zu Gott. Gott
tut das alles, was er hier tut, in den Versen 3-14 von Epheser
1, zu seiner eigenen Ehre, für sich selbst. Und keine Frage,
wir profitieren alle unglaublich davon. Aber wir sind nicht das Zentrum
des Plans. Gott, das habe ich schon letztes
Mal gesagt, dreht sich nicht um uns. Der Plan beginnt bei
ihm, er dreht sich um ihn und er endet bei ihm. Der Prophet
Ezekiel, der lebte in einer Zeit, in der das Volk Gottes sich nicht
besonders für Gott interessierte. Sondern es drehte sich fast nur
um sich selbst. Und Gott straft sie dann mit
der babylonischen Gefangenschaft. Aber mitten im Gericht sagt Gott,
dass er das Volk wieder annehmen wird. Dass das Gericht nicht
das letzte Wort hat. Und es ist super spannend zu
sehen, wie Gott das begründet. Er sagt nicht, ich werde mich
wieder über euch erbarmen, weil ihr so tolle Menschen seid. Was ist Gottes Begründung an
Ezekiel, warum er seine Kinder dann doch am Ende retten wird? Er sagt, und ihr werdet erkennen,
dass ich der Herr bin, wenn ich mit euch handeln werde, um meines
Namens willen. und nicht nach eurem bösen Wandel
und euren ruchlosen Taten. Wenn ich irgendetwas berücksichtigen
würde, was ihr getan habt, dann würde ich euch alle vernichten.
Aber um meiner eigenen Ehre willen, um meines eigenen Namens willen,
errette ich euch. In anderen Worten, Gott rettet
seine Kinder nicht, weil sie so wertvoll sind, sondern er
rettet sie in erster Linie wegen sich selbst. Das ist die erste
Bedeutung von, damit wir zum Lob seiner Herrlichkeit dienten. Aber es ist auch zweitens eine
Aufforderung an uns für unser Leben, dass wir mit unserem ganzen
Leben zum Lob seiner Herrlichkeit leben, dass wir unser gesamtes
Leben vor ihm leben, dass wir ihn anbeten, loben und preisen,
im Gottesdienst, aber auch im Alltag. Ja, ein Beispiel. Vielleicht sitzt du morgens,
morgen früh gleich, Montagmorgen, in deinem Auto oder im Bus oder
im Zug, auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule, und wenn du
ehrlich bist, hast du überhaupt keine Lust. Aber dann sag dir doch einfach
mal, dass alles, was ich tue, zum Lob und zur Ehre Gottes sein
soll. Und dann bete doch einfach. Herr,
du weißt ganz genau, dass ich keine große Motivation heute
habe. Und du weißt, dass die Aufgaben
mir schwerfallen. Und du weißt, dass es mit meinem
Lehrer oder Professor oder Chef oder Vorgesetzten gerade nicht
so einfach ist. Lass mich trotzdem fleißig, freundlich
und motiviert arbeiten und so ein Zeugnis für dich sein. Und auf diese Weise, Vers 12,
zum Lob deiner Herrlichkeit dienen. Wir sollen uns mit all unserem
Tun, mit all unserem Denken und Fühlen um Gott drehen. Vor ihm
leben. Aber wer sind eigentlich die
wir, um die es hier geht? Von denen Paulus hier spricht. Eigentlich ist das klar, oder?
Das sind wir Christen. Die, an die Paulus halt schreibt. Und das stimmt. Und doch ist
es spannend, wie Paulus uns hier in den vier letzten Versen nennt. Er verwendet in jedem der vier
Verse eine Beschreibung für uns Christen und die ist immer anders. Vers 11 nennt er uns die, die
wir vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles
wirkt nach dem Ratschluss seines Willens. Vers 12, wir sind die,
die zuvor auf den Christus gehofft haben. Vers 13, wir sind die,
die das Wort der Wahrheit des Evangeliums gehört haben. Und nochmal Vers 13, wir sind
die, die gläubig geworden sind. Ja, wir sind 1. vorherbestimmt,
2. voller Hoffnung, 3. Hörer des
Evangeliums und 4. Gläubige. Und damit sehen wir
auch hier das, was wir schon vor zwei Wochen gehört haben.
Bei der Predigt über den Anfang des Abschnitts und das Thema
der Erwählung Gottes, Erwählung, Vorherbestimmung, also Gotteshandeln
bei unserer Errettung auf der einen Seite und unsere Verantwortung
auf der anderen Seite, das schließt sich nicht aus. Die, die erwählt
sind, das sind die, die glauben. Und die, die glauben, sind die,
die erwählt sind. Und das sind die Christen, die
wir, von denen Paulus hier spricht. Wir, wir als Christen, wir als
Gläubige, wir als Erwählte, wir haben in Christus ein riesiges
Erbe mit dem Ziel, dass Gott die Ehre bekommt. Zurück zum Anfang. Erinnert ihr
euch an den Mann, den ich mir ausgedacht habe, der nach der
Predigt so zu Paulus kommt und sagt, Du, Paulus hört sich alles
super an, aber mit unserem Leben hat das doch überhaupt nichts
zu tun. Reich gesegnet, ein großes Erbe. Paulus, guck dich doch
einfach mal selbst an. Das glaubst du doch selbst nicht. Was würde Paulus darauf vermutlich
antworten? Ich glaube, er würde so etwas
sagen wie, was mein Leben angeht, hast du vollkommen recht. Ich
habe nicht so Karriere gemacht, sondern eher so Antikarriere.
Aber das widerspricht den geistlichen Segnungen nicht. Das widerspricht
auch dem Erbe nicht. Denn bei dem Erbe ist das ja
gerade der Punkt. Wir bekommen sehr viel, aber
eben noch nicht jetzt. Sondern erst dann, wenn Jesus
wiederkommt und die neue Schöpfung aufrichtet. Das wäre wohl Paulus Antwort.
Es herrscht jetzt eine starke Spannung zwischen dem, was wir
jetzt erleben, dem ganzen Leid, den harten Dingen des Alltags
und dem, was wir eines Tages bekommen werden. Und das weiß
auch Paulus. Und er sagt, genau wegen dieser
Spannung, weil er ganz genau weiß, dass wir alle in dieser
Spannung leben. Deswegen hat er jedem Einzelnen
von uns seinen Heiligen Geist in unser Herz geschickt. Der
Heilige Geist ist die Verbindung zwischen dem Erbe, was wir eines
Tages bekommen werden und unserem Leben im Hier und Jetzt. Mein dritter und letzter Punkt.
Du bist Erbe, was dir der Heilige Geist versichert. Ich lese nochmal
die beiden letzten Verse. In ihm seid auch ihr, nachdem
ihr das Wort der Wahrheit des Evangeliums eurer Errettung gehört
habt. In ihm seid auch ihr, als ihr
gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem heiligen Geist der Verheißung,
der das Unterpfand unseres Erbes ist, bis zur Erlösung des Eigentums,
zum Lob seiner Herrlichkeit." Jesus wusste ganz genau, dass
seine Jünger in dieser Spannung leben würden, wenn er nicht mehr
da ist. Diese Spannung zwischen einem harten Leben in der Gegenwart
und einem reichen Erbe in der Zukunft. Und deswegen verspricht
er seinen Jüngern und damit indirekt auch uns. Wir lesen das in Johannes
Kapitel 14. Und ich will den Vater bitten,
und er wird euch einen anderen Tröster geben, dass er bei euch
sei bis in Ewigkeit. Den Geist der Wahrheit, den die
Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt
ihn nicht. Aber ihr kennt ihn, denn er bleibt
bei euch. und er wird in euch sein. Gott schenkt jedem Einzelnen
von uns seinen Heiligen Geist, damit wir diese Spannung durchstehen
können, damit wir Jesus nachfolgen können, auch wenn wir unser Erbe
jetzt hier noch nicht haben. Paulus sagt es hier so in Vers
13, dass wir mit dem Heiligen Geist versiegelt sind. Und ein
Siegel hat man damals an wichtige Briefe und Dokumente gemacht.
Und so ein Siegel versichert die Echtheit eines Briefes. Denn
auf dem Siegel war immer ein Wappen oder der Name oder das
Symbol des Absenders eingraviert. Und wenn man dann einen Brief
bekam mit so einem Siegel, dann wusste man durch das Siegel,
das ist keine Fälschung. Der Brief kommt wirklich vom
Stadthalter oder von sonst wem. Und genau so versichert uns der
Heilige Geist, dass wir echte, wirkliche Kinder Gottes sind. Dass wir mit dazu gehören. Und
er tut das nicht, indem uns als Christen irgendwie so ein bisschen
wärmer ums Herz ist als allen anderen Menschen. Oder indem
wir immer grinsend durch die Gegend laufen. Sondern indem er uns immer wieder
auf Jesus hinweist und an Jesus erinnert. Und wir dann wissen,
weil ich an Jesus glaube, weil ich zu Jesus gehöre, weil ich
ein Kind von Gott bin, deswegen habe ich ewiges Leben. Und es
geht ja in Epheser 1 um diesen Plan des dreiennigen Gottes. Gott macht diesen Plan vor Grundlegung
der Welt, führt ihn durch und zielt mit diesem ganzen Plan
auf seine eigene Ehre. Das haben wir gesehen. Aber mittendrin
kommst du vor. Der Vater hat dich erwählt vor
Grundlegung der Welt. Der Sohn hat dich erlöst vor
circa 2000 Jahren. Und der Heilige Geist, der wohnt
jetzt in dir, seit dem Tag an dem du Christ geworden bist.
in deinem Herzen. Und er ist Gottes Siegel in dir
drin, dass du wirklich ein Kind Gottes bist, egal was noch kommt
in deinem Leben. Es ist natürlich keine Erlaubnis
zu sündigen. Es gibt leider immer wieder Leute,
und wir haben ja auch schon die Erfahrung gemacht, die leben
eine Weile äußerlich als Christen, die treffen eine Entscheidung,
aber sie gehen dann langsam eigene Wege. Vielleicht fangen sie auch
andauerhaft in Sünde zu leben. Sie kommen irgendwann immer seltener
zur Gemeinde, irgendwann gar nicht mehr. Und dann hört man
leider auch manchmal, dass sie gar nicht mehr glauben. Johannes
sagt über solche Menschen im ersten Johannesbrief, sie sind
von uns ausgegangen, aber sie waren gar nicht von uns. Denn
wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. So etwas gibt es. Und wenn du
meinst, dich langsam von Gott entfernen zu können, dann warne
ich dich ganz deutlich, du bist auf einem gefährlichen Weg. Aber auf der anderen Seite, und
um diese andere Seite geht es Paulus hier, wenn du heute an
Jesus Christus als deinen Herrn und Erlöser glaubst, dann nur
weil du den Heiligen Geist in dir hast. Und wenn du den Heiligen
Geist in dir hast, dann versichert er dir, dass du ganz sicher am
Ende ankommen wirst, egal was in deinem Leben noch passieren
wird. Und um dir das zu verdeutlichen, verwendet Paulus hier nicht nur
das Bild eines Siegels. Er schreibt in Vers 14, der heilige
Geist, der das Unterpfand unseres Erbes ist bis zur Erlösung des
Eigentums. Ich habe euch ja gesagt, Paulus
weiß ganz genau um die Spannung, in der wir leben. Leid hier auf
der Erde häufig, reiches Erbe erst in der Zukunft. Er kann
gleichzeitig in Vers 7 schreiben, dass wir die Erlösung bereits
jetzt haben. Und gleichzeitig kann er hier
in Vers 14 schreiben, dass es bis zur Erlösung noch dauert. Das stimmt beides. Wir sind erlöst
und wir werden noch erlöst. Das liegt daran, dass uns jetzt
schon unsere Sünden vergeben sind. Wir haben die Erlösung,
aber dass wir noch nicht unser Erbe empfangen haben. Das liegt
in der Zukunft. In dem Sinn sind wir noch nicht
erlöst. Und deswegen, um diese Spannung zwischen schon erlöst
sein und noch erlöst werden, um die auszuhalten, deswegen
haben wir den Heiligen Geist bekommen. Als Siegel, Vers 13,
und als Unterpfand, so heißt es am Anfang von Vers 14. Ein Unterpfand ist ein altes
Wort für Anzahlung. Eine Anzahlung ist nur ein Bruchteil
des tatsächlichen Betrages. Aber eine Anzahlung macht es
sicher, dass der Rest des Geldes ganz sicher kommen wird. Und
diese Anzahlung zeigt uns auch, was unser Erbe im Kern ist. Dieses Erbe, was wir bekommen
werden, ist nicht in erster Linie irgendwelche Gaben Gottes. Unser
Erbe ist zum Beispiel nicht eine Million Himmels-Euro oder so. Sondern unser Erbe ist Gott selbst. Gott kann uns nichts Besseres
vererben. Er kann uns nichts Besseres vererben
als sich selbst. Und deswegen bekommen wir auch
ihn selbst. Und wisst ihr was? Deswegen ist die Anzahlung, die
wir für unser Erbe bekommen, auch er selbst. Der Heilige Geist. Die dritte
Person der Dreieinigkeit. Das Wort, das hier mit Unterpfand
übersetzt wird, das wird auch heute noch in Griechenland verwendet. Und wisst ihr für was? Heute
bedeutet es im griechischen Verlobungsring. Wenn man ein Verlobungsring trägt,
dann ist man noch nicht verheiratet. Aber man weiß, die Hochzeit kommt
bald. Und weil wir den Heiligen Geist
in unserem Herzen haben, haben wir noch nicht unser Erbe bekommen. Aber wir wissen, unser Erbe kommt
bald. Und es kommt ganz sicher. Zurück zu dem skeptischen Mann,
der nach der Predigt zu Paulus kommt. Paulus hatte ihm ja jetzt
erklärt, dass das Leben im Hier und Jetzt oft Leid bedeutet und
dass wir das große Erbe erst bei der großen Hochzeit des Lammes
bekommen. Und nehmen wir an, der Mann hört sich das an und
tatsächlich sein Widerstand legt sich und er nickt langsam. Okay, Paulus, das macht Sinn. Ich verstehe das. Aber ich habe
noch eine Frage. Wie gelingt es dir, dass du dich
wirklich auf dieses Erbe freust? Ja, also wenn ich ehrlich bin,
ich bin total abhängig von meinen Augen. Und mit diesen sehe ich
eben nur diese Welt. Und ich lebe für diese Welt und
ich kann das Erbe ja nicht sehen. Wie macht ihr Christen das, für
euer zukünftiges Erbe zu leben? Euch wirklich auf dieses zukünftige
Erbe zu freuen? Wie geht das? Ich habe oft diese Frage. Ich glaube, Paulus würde Folgendes
darauf antworten. Er würde sagen, es stimmt. Jeder Mensch, auch jeder Christ,
ist oft sehr fixiert auf das, was er mit seinen Augen sieht.
Diese sichtbare Welt. Und wir leben sehr oft so, als
wäre dieses Leben alles, was es gibt. Obwohl wir Christen
sind. Paulus würde sagen, es gibt noch
andere Augen. Es gibt noch geistliche Augen.
Und die können im übertragenen Sinn das Erbe sehen, sodass du
anfängst nicht mehr in erster Linie für dieses Leben zu leben,
sondern für das zukünftige. Und er würde dir sagen, bete
darum, flehe Gott an, dass der heilige Geist, der in dir wohnt,
dir diese geistlichen Augen, diese Augen des Glaubens öffnet. Bete darum, damit du das Erbe
sehen kannst mit geistlichen Augen. Und wieso vermute ich,
dass Paulus das geantwortet hätte, bete für offene geistliche Augen? Antwort, weil er hier im Epheserbrief
genau das tut. In den Versen 3 bis 14 beschreibt
er den großen Plan des dreieinigen Gottes mit seinen Kindern. Und
am Ende spricht er dann von diesem Erbe, was wir bekommen werden. In Vers 15 beginnt er zu beten. Und er betet, dass Gott den Ephesern
und allen seinen Kindern die geistlichen Augen öffnet. Und auch wenn dieses Gebet erst
der Inhalt unserer nächsten Predigt über den Epheserbrief sein wird,
ich möchte die Verse 17 und 18, also das, was danach kommt, heute
zum Abschluss lesen. Und ich lade dich ein, sie nicht
nur zu hören, sondern sie leise im Kopf und im Herzen für dich
selbst und für unsere Gemeinde insgesamt mitzubeten. Ich bete, Vers 17, dass der Gott
unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch
den Geist, den Heiligen Geist der Weisheit und Offenbarung
gebe in der Erkenntnis seiner selbst. Und jetzt erleuchtete
Augen eures Verständnisses, damit ihr wisst oder damit ihr erkennt,
was die Hoffnung seiner Berufung und was der Reichtum der Herrlichkeit
seines Erbes in den Heiligen ist. Amen.
Erbe – Der Heilige Geist sichert deine Rettung
Series Epheser
| Sermon ID | 83122750422409 |
| Duration | 39:23 |
| Date | |
| Category | Sunday Service |
| Bible Text | Ephesians 1:11-14 |
| Language | German |
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