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Schlagt gerne Gottes Wort mit
mir auf, wie wir es finden im Matthäusevangelium, Kapitel 2.
Wir lesen einen sehr bekannten Abschnitt in Matthäus, Kapitel
2, die Verse 1 bis 12. Und hier lesen wir in Gottes
heiligem Wort. Als aber Jesus in Bethlehem in
Judäa geboren war, in den Tagen des Königs Herodes, siehe, da
kamen Magier vom Morgenland nach Jerusalem und sprachen, wo ist
der König der Juden, der geboren worden ist? Denn wir haben seinen
Sterne Morgenland gesehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.
Als aber der König Herodes es hörte, wurde er bestürzt und
ganz Jerusalem mit ihm. Und er versammelte alle hohen
Priester und Schriftgelehrten des Volkes und erkundigte sich
bei ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Sie aber sagten
ihm, in Bethlehem in Judäa, denn so steht, durch den Propheten
geschrieben. Und du, Bethlehem, Land Juda,
bist keineswegs die geringste unter den Fürsten Judas, denn
aus dir wird ein Führer hervorkommen, der mein Volk Israel weiden wird. Dann rief Herodes die Magier
heimlich zu sich und erfragte von ihnen genau die Zeit der
Erscheinung des Sternes. Und er sandte sie nach Bethlehem
und sprach, zieht hin und forscht genau nach dem Kind. Wenn ihr
es aber gefunden habt, so berichtet es mir, damit auch ich komme
und ihm huldige. Sie aber zogen hin, als sie den
König gehört hatten. Und siehe, der Stern, den sie
im Morgenland gesehen hatte, ging vor ihnen her, bis er kam
und oben über dem Ort stehen blieb, wo das Kind war. Als sie
aber den Stern sahen, freuten sie sich mit sehr großer Freude. Und als sie in das Haus gekommen
waren, sahen sie das Kind mit Maria, seiner Mutter, und sie
fielen nieder und huldigten ihm, und sie taten ihre Schätze auf
und brachten ihm Gaben da, Gold und Weihrauch und Mürre. Und
als sie im Traum eine göttliche Weisung empfangen hatten, nicht
wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg
hin in ihr Land. Amen. Lasst uns beten. Christus,
unser Herr, unser König, du Herr aller Herren und du König aller
Könige, wir geben dir die Ehre, sei du auch jetzt herrlich vor
unser aller Augen, dass du Ruhm und Lobpreis und Danksagung empfängst,
wenn wir nun über dich nachsehen wollen. Wir bitten es, Herr Jesus,
zu deiner Ehre und in deinem kostbaren Namen. Amen. Nehmt
gerne Platz. Die meisten, ich denke fast alle,
sollten schon gehört haben von den Weisen aus dem Morgenland. Manche sagen sie hießen Kaspar,
Melchior und Balthasar. Sie werden dargestellt in jedem
Krippenspiel mit dem Stern zu Bethlehem. Man nennt sie die
heiligen drei Könige. Und die Bibelfesten unter uns
sagen, sie waren weder heilig, noch waren sie drei, noch waren
sie Könige. Ist das so? Wir wollen uns heute
mit diesen Männern beschäftigen und die Frage stellen, wer sind
diese Männer und warum kamen sie und was sollen wir daraus
lernen? Lasst mich aber gleich zu Beginn
sagen, dass diese Männer nicht irgendwer sind. Ihr Kommen hat
große historische, theologische, heilsgeschichtliche Bedeutung. Was hier passiert, ist keine
Kleinigkeit. Und so lasst uns einsteigen in
diesem Text ab Vers 1. Als aber Jesus in Bethlehem in
Judäa geboren war an den Tagen des Königs Herodes siehe, da
kamen Magier vom Morgenland nach Jerusalem und sprachen, wo ist
der König der Juden, der geboren worden ist? Denn wir haben seinen
Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.
Zunächst einmal erfahren wir, woher diese Männer kamen. Es
waren Magier aus dem Morgenland. Wörtlich steht da von den Aufgängen,
also von den Sonnenaufgängen her. Sie kamen aus dem Osten,
wo die Sonne aufgeht. Wo am Morgen die Sonne aufgeht,
darum sagt man auch Morgenland. Und durch die Kirchengeschichte
hindurch gab es mehrere Vorstellungen, wo sie herkamen. Also Persien,
Mesopotamien, Babylon, Arabien. Es heißt am Ende, sie gingen
zurück in ihr Land, aber Land kann auch ganz weitläufig das
Morgenland einfach meinen. Es wird uns nicht gesagt, wo
genau sie herkam. Und wer sagt uns, dass sie aus
ein und demselben Land kam? Es gab verschiedene Länder im
Morgenland. Und waren es drei Männer? Nun,
es wird nicht gesagt, wie viele Männer es waren. Man hatte vermutet
durch die drei Geschenke, dass es auch drei Männer waren, aber
es gab ganz unterschiedliche Traditionen in der Kirchengeschichte,
dass es zwölf waren, dass es 14 war. Aber die Anzahl ist nicht
entscheidend, denn sonst hätte Matthäus uns diese Anzahl überliefert. Was ist denn mit der Annahme,
dass es Könige waren? Nun, im Text heißt es ja nicht,
dass es Könige waren, sondern sie werden als Magier bezeichnet,
Und das bedeutet, dass wir die Sache mit den Königen nicht einfach
so abtun können. Aber warum? Was sind Magier aus
dem Morgenland? Sind das Männer, die irgendwelche
Taschentricks machen zur Unterhaltung der Leute oder irgendwelche Hexer,
die Leute verzaubern? Also wenn ein Jude, das Matthäusevangelium
ist besonders geschrieben auch zu den Juden mit dem jüdischen
Hintergrund, Wenn ein Jude von den Magiern liest aus dem Morgenland,
dann muss er gleich an bestimmte Stellen im Alten Testament denken. Und insbesondere an das Buch
Daniel. In Daniel Kapitel 2 lesen wir,
dass der König von Babylon, Nebukadnezar, seine Berater im Königshof, alle
zu sich ruft, seine Experten, Denn, Daniel Kapitel 2, Abvers
1, Und im zweiten Jahr der Regierung Nebukadnezas hatte Nebukadnezar
Träume, und sein Geist wurde beunruhigt, und sein Schlaf war
für ihn dahin. Und der König befahl, dass man
die Varsagepriester und die Sterndeuter und die Magier und die Kaldeer
rufen sollte, um dem König seine Träumekunst zu tun, und sie kamen
und traten vor dem König. Diese Männer waren Experten,
sie waren Berater, sie gehörten zu der Elite. Hochgestellte Männer
im Königshaus, sie gehörten zur Führungsriege. Das ist also der
Ort, wo Magier zu finden sind bei den Königen. Sie waren es,
die die Könige berieten, ihnen Wegweisung gaben. Sie gehörten
sozusagen zum Königshof. Woher wissen wir das noch? Nun,
in Gottes Vorsehung kam einst der Prophet Daniel ins Exil nach
Babylon. Und wo arbeitete er? Am Königshof. Und welche Stellung hat er dort
erhalten? Nebukadnezas Sohn wird es noch
einmal berichtet. In Daniel Kapitel 5, da heißt
es ab Vers 11. Es ist ein Mann in deinem Königreich,
in dem der Geist der heiligen Götter ist. Und in den Tagen
deines Vaters wurden Erleuchtung und Verstand und Weisheit wie
die Weisheit der Götter bei ihm gefunden. Und der König Nebukadnezar,
dein Vater, hat ihn zum obersten der Wahrsagerpriester, der Sterndeuter
der Chaldea und der Wahrsager erhoben. Dein Vater, oh König.
Also Daniel, der war überaus weise und der König von Babylon
hat ihn gesetzt über alle Sterndeute, alle, alle Varsagen, das heißt
noch alle Magier, alle Kaldeer, sie alle, all die Weisen aus
dem Morgenland. Babylon. Sie waren ausgesondert, um zu
forschen. Zeiten zu beurteilen, weise Entscheidungen
zu treffen. Dazu wurden sie ausgebildet,
die alten Schriften zu studieren, sich altes Wissen anzueignen
und sie waren studiert in verschiedenen Fachgebieten, in verschiedenen
Disziplinen, um alle Weisheit zu erlangen, die sie nur haben
können und um dem Königshof damit zu dienen. Überlegt euch das. Also Daniel, ganz grob 500 Jahre
vor Christus, er wurde eingesetzt, um über sie alle zu stehen. Was
hat Daniel sie wohl gelehrt? Womit hat er sie vertraut gemacht? Meinst du, er hat von seinem
Glauben geschwiegen? Meinst du, er hat ihnen nicht
erzählt von den Schriften, die er hat, voller Weisheit? Und Daniel, er war eingesetzt
über sie. Er hat sie gelehrt. Und er hat
sie auch gelehrt, dass eines Tages ein König kommt, der der
König der Könige ist und dessen Reich alle anderen Königreiche
einnehmen wird. Was? Du fragst, woher wissen
wir das aus der Heiligen Schrift? Nun, dann denk doch einmal daran,
warum Daniel überhaupt über alle Magier, über alle Weisen dort
im Morgenland gesetzt wurde. Wie das überhaupt dazu kam. Daniel
Kapitel 2. Nebuchadnezzar hatte Träume.
Er rief alle seine Experten zusammen, um seine Träume auszulegen und
keiner hatte eine Deutung. Was war das Ergebnis? Daniel
Kapitel 2 Abfest 12. Darüber wurde der König zornig
und er grimmte sehr und befahl, hör zu, und er befahl, alle Waisen
von Babel umzubringen. Und der Befehl ging aus und die
Waisen sollten getötet werden und man suchte Daniel und seine
Genossen, um sie zu töten. Der König von Babel wollte alle
Weisen dort in diesem Land umbringen lassen, weil keiner eine Auslegung
hatte. Dann kam Daniel. Und Daniel durch die Weisheit
Gottes brachte eine Auslegung. Dann heißt es ab Vers 44 in Daniel
Kapitel 2. Und in diesen Tagen, dieser Könige,
wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten. Das ist
die Auslegung des Traumes. Der Gott des Himmels wird ein
Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht zerstört und dessen
Herrschaft keinem anderen Volk überlassen werden wird. Es wird
all jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber wird
es in Ewigkeit bestehen. weil du gesehen hast, dass sich
von dem Berg ein Stein losriss, ohne Hände, und das Eisen, das
Kupfer, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte, der große
Gott hat dem König Kund getan, was nach diesem geschehen wird,
und der Traum ist gewiss und seine Deutung zuverlässig. Die
Auslegung ist, es kommt ein Königreich, ein König vom Himmel, ein himmlisches
Königreich, und das wird alle anderen Königreiche unterwerfen,
für immer besiegen und es wird ewig Bestand haben. Überlegt
euch, was das für eine Botschaft ist. Daniel, Kapitel 2, Abfest
46, da fiel der König Nebukadnezar nieder auf sein Angesicht und
betete Daniel an. und er befahl ihm Speisopfer
und Räucherwerk dazubringen. Der König antwortete Daniel und
sprach, In Wahrheit euer Gott ist der Gott der Götter und der
Herr der Könige und ein Offenbarer der Geheimnisse, die du vermocht
hast, da du vermocht hast, diese Geheimnisse zu offenbaren. Darauf
machte der König Daniel groß und gab ihm viele große Geschenke
und er setzte ihn als Herrscher über die ganze Landschaft Babel
und zum obersten über alle Weisen von Babel. So das gehört. Wir sehen hier die Weisen von
Babel, ist das eine organisierte Gruppe geleitet vom Königshof
und Daniel ist über sie eingesetzt als Herrscher über sie alle.
Was glaubst du denn, worüber Daniel sie gelehrt hat? Und was
meinst du denn, dass dieser Traum, der ausgelegt wurde, den sie
nicht auslegen konnten und fast dazu geführt hat, dass sie alle
umgebracht wurden, alle ausgelöscht wurden, dass sie diesen Traum
vergessen haben? Dass sie über diesen Traum nicht
gesprochen haben? Und dazu kommt noch, dass Daniel dann später
selbst, was dieses Königreich angeht, noch mehr Offenbarungen
erhält. Und da heißt es in Daniel, Kapitel
7, Vers 13, Ich schaute in Gesichten der Nacht, und siehe, mit den
Wolken des Himmels kam einer wie eines Menschensohn. Und er
kam zu den Alten an Tagen und wurde vor ihn gebracht. Und es
wurde ihm Herrschaft und Herrlichkeit und Königtum gegeben. Und alle
Völker und Völkerschaften und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft
ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergehen wird, und sein
Königtum ein solches, das nie zerstört werden wird. Darum dreht es sich in dem Buch
Daniel, bei all diesen Offenbarungen und Gesichten, dass dieser König
kommt. Und Daniel, der oberste aller
Weisen dort im Morgenland, Er empfängt weitere Visionen über
diesen König, dem alle Völker der Erde dienen werden. Meinst du nicht, dass dieses
Wissen bewahrt wurde? Babylon als das Zentrum der Bildung
hierhin, schauten hierhin, schauten sowieso alle Waisen der umliegenden
Gebieten. Woher die Magier nun kamen aus
Babylon oder Mesopotamien oder Persien oder Arabien? Wenn du ein Weiser bist, hast
du geschaut, was dort geschah, am Nebukadnezas Hof. Es gibt eine Prophezeiung, dass
eines Tages ein König kommt und der wird alle anderen Königreiche
einnehmen. Dieser ist größer als Babylon. Dieser ist größer als alle Königreiche
dieser Erde. Er ist ein himmlischer König.
Daniel, das Buch, geschrieben ungefähr 500 Jahre vor Christus,
aber meinst du nicht, dieses Wissen wurde weitergereicht?
Am Königshof gab es doch gerade Männer, die dazu ausgesondert
waren, die alten Schriften zu studieren und zu erforschen.
und auch den Himmel zu beobachten und Schlüsse daraus zu ziehen.
Und das ist extrem wichtig zu verstehen. Diese Männer, die
hier zu Christus kommen, die sind nicht einfach irgendwelche
Privatpersonen. Das ist nicht irgendein Sternforscher-Club
von Hobby-Astronomen. Die machen nicht einen Wochenendausflug
zusammen, weil sie zufälligerweise was Schönes am Himmel gesehen
haben. Das hier sind Wissenschaftler mit höchster Bildung, Experten
höchsten Grades, ausgezeichnet durch ihre Weisheit. Solche Männer
konnten gar nicht einfach ihr Hobby der Sternbeobachtung nachgehen
und so alte Schriften mal aus Freude lesen. Wenn du gebildet
warst, Dann heißt das, dass du ausgebildet wurdest. Und zwar an höchster Stelle. Du solltest arbeiten für die
höchste Stelle, deswegen wurde ja in dich investiert, dass du
lesen und schreiben und forschen und Wissenschaft betreiben lernst.
Diese Magier sind keine Entertainer, die irgendwie Zaubertricks machen
oder Hexer, die allein in einem Wald wohnen, in einem Lebkuchenhaus. Das hier sind Männer am Königshof. Sie gehören zum Hofstaat, sie
gehören zur Führungsriege. Mit anderen Worten, kein Wunder,
dass sie Könige genannt werden. Sie kommen aus Könighäusern. Sie selbst waren keine Könige.
Aber davon kannst du mit Sicherheit ausgehen, wurden sie von Königen
gesandt als ihre Repräsentanten. Denn... Das war kein Ausflug
von Touristen. Das war nicht die Reise von Privatpersonen. Du kannst gar nicht als Berater
eines Königs einfach so verschwinden für mehrere Monate. Wir sehen
das zum Beispiel bei Nehemiah, wie er darum bitten muss, dass
er gehen darf. Du kannst nicht einfach als Berater
des Königshofes weggehen, um irgendeinem Stern zu folgen,
weil du rausgefunden hast, dass der König aller Könige geboren
wird und du nimmst Geschenke mit für einen König und der König
hat davon nichts mitbekommen. Der König muss das nicht genehmigen? Solche Männer mit Namen und Rang
werden nicht einfach so losziehen über Monate mit Schätzen im Gepäck. Das hier gleicht einem Staatsbesuch. Diese hier verfügen über enorme
Reichtümer. Ich weiß nicht, ob wir uns überhaupt
vorstellen können, was das bedeutet, dass diese Männer sich aufmachen.
Diese Männer wissen, sie müssen monatelang reisen und zwar auf
gefährlichen Wegen, denn sie haben große Schätze im Gepäck.
Das heißt, das war eine Karawane, das war eine Entourage, die imposant
war, mit Kamelen und zum Transport von Zelten und Provianten, mit
Dienern und Leibwächtern. Vermutlich ritten sie selbst
auf stattlichen, fürstlichen Rossen, vielleicht sogar in Kutschen. Sie waren auffällig, es war luxuriös. Diese Männer fielen auf, dass
sie einen royalen Hintergrund hatten. Das waren nicht irgendwelche
Reisenden. Das siehst du auch daran, dass
sie direkt gehen zu Herodes und Einlass finden im Königshaus. Nein, das wird Privatpersonen
nicht gewährt. Diese werden zum Königshof gerufen,
weil das Männer waren, die am Königshof verkehrten. Und ganz Jerusalem hört zu, was
diese Männer zu sagen haben. Verstehst du? Das ist kein Sternforscher-Club. Das sind Staatsmänner. Das sind
Gesandte vom König, ausgerüstet, ausgestattet, mit den kostbarsten
Geschenken eines Königs würdig. Diese lange und beschwerliche
Reise, sie war sehr kostspielig. Und die Gaben, die sie verschenken,
sind echte Schätze. Und das Ganze mit der Reise war
auch keine spontane Idee. Sie müssten die Sache lange studiert
haben und genau beobachtet haben. Sie werden sich ausgetauscht
haben über einen längeren Zeitraum hinweg. und diese Reise genau
geplant haben. Was die Dauer des Forschens und
auch des Reisens angeht, haben wir den Hinweis, dass später
Herodes die Magier befragt nach der genauen Zeit der Erscheinung
des Sternes und dann lässt er hier all die Jungen von zwei
und darunter Jahren umbringen im ganzen Gebiet. Das heißt,
zwei Jahre lang geht das jetzt schon, dass sie den Stern studieren
und dass sie sich dann aufmachen, um zu reisen. Das heißt, wir
reden hier von einer langen Beobachtungs-, Forschungs- und Vorbereitungsphase. Sie werden gründlich überlegt
haben, ob sie sich wirklich aufmachen aus dem Morgenland und diese
kostspielige und gefährliche Reise auf sich machen. Und dabei
waren sie völlig sicher, dass sie sich aufmachen müssen, sonst
macht man diese Reise nicht. Man reist nicht mal bloß aus
der Ferne mit diesen Schätzen und mit dieser Entourage, um
mal zu schauen. Die sind sich sicher, dass sie sich aufmachen
müssen. Es ließ sie nicht mehr los. Es
hat sie gepackt. Es war wie eine heilige Pflicht,
ein Muss. Sie müssen gehen. Sie haben begriffen,
dieser König der Juden, der der König der Könige sein wird, von
dem Daniel gesprochen hat, der die Königreiche der Welt einnimmt,
er ist gekommen, er ist geboren. Was hat sie denn so sicher gemacht,
dass er jetzt geboren wird? Wir könnten auch über verschiedene
Zeiten noch sprechen, die man berechnen kann, so im Buch Daniel,
aber das, was hier genannt wird, woran sie es festgemacht haben,
ist, ja, sie waren Sternforscher. Und darüber ließ sich vieles
sagen. Wir könnten jetzt über die Sternkonstellation
reden, zur Geburt des Herrn. Einige Brüder haben sich schon
gefreut, dass ich jetzt so eine PowerPoint-Präsentation raushole
und euch die Sternbilder zeige. Aber das habe ich nicht vor. Ich möchte darauf hinweisen,
dass diese Männer betonen, dass es nicht einfach eine bestimmte
Sternenkonstellation von Sternbildern war, sondern was sagen sie für
zwei? Und sprachen, wo ist der König
der Juden, der geboren worden ist? Denn wir haben seinen Stern
im Morgenland gesehen und sind gekommen, um ihn zu huldigen.
Sie sagen nicht, wir haben einen Stern gesehen oder mehrere Sterne. Sie haben seinen Stern. Dieser Stern gehört ihm. Es ist
sein Besitzer. Er ist nur am Himmel für ihn,
um auf ihn zu weisen. Diese Männer studierten sowieso
den Himmel. Und eines Nachts fiel ihnen plötzlich
etwas Außergewöhnliches auf. Einen Stern, den sie so zuvor
noch nie gesehen haben. Und der fiel auf. Und sie konnten sich das nicht
erklären. Das ist ein kosmisches, interstellares,
gigantisches, galaktisches Zeichen am Sternenhimmel. Das muss sein
Stern sein. So etwas haben wir noch nicht
beobachtet. Es sticht uns quasi ins Auge.
Es ist wie ein Fingerzeig Gottes. Und vielleicht kannten Sie auch
die alte Prophezeiung von dem Propheten Bilhiamos, 4. Mose
24, wo er spricht. Ich sehe ihn. Aber nicht jetzt. Ich schaue ihn, aber nicht nah. Ein Stern tritt hervor aus Jakob,
und ein Zepter erhebt sich aus Israel und zerschlägt die Seiten
Moabs und zerschmettert alle Söhne des Getümmels. Und sie
sahen einen Stern, den sie nicht weg erklären konnten. Das war
wohl kein kurzzeitiges Phänomen, es war etwas einzigartiges, das
hatten sie noch nicht gesehen. Und Nacht für Nacht sehen sie
diesen Stern und es lässt sie nicht los, sie können ihn nicht
ignorieren, wie jeden Abend, als würde Gott sie rufen, kommt,
hol dich den König. Dieses Licht führt sie. zu den
König. Und so sind sie sich sicher.
Wir müssen uns aufmachen. Wir können das nicht ignorieren.
Das kann doch keiner weg erklären. Wir müssen uns aufmachen. Und so planen sie diese Reise.
Und sie machen sich auf. Sie kommen, so heißt es, um ihm
zu huldigen. Das griechische Wort, das hier
benutzt wird, ist proskyneo, was bedeutet so viel wie zu kommen,
um zu küssen. Sie kommen, um ihn anzubeten,
um ihn zu huldigen, um ihn zu küssen. Das hier, was wir hier
sehen, ist nicht ein einfacher Gruß aus dem Ausland, so nach
dem Motto, gratuliere, dass sie jetzt auch einen König hatte.
Das hier ist mehr als bloße Ehrerbietung und Anerkennung, das hier ist
Unterwerfung. Sie wissen, er ist der König
der Könige, der Große, von dem Daniel geredet hat, von dem Nebuchadnezzar
träumte. Verstehst du, wie gewaltig das
Ganze hier ist, was hier passiert? Da kommen Könige, aus dem Morgenland,
aus dem Land des Sonnenuntergangs, Könige in der Hinsicht, dass
sie gesandt sind von Königreichen. Sie wissen, der König der Juden
ist geboren, der über alle Völker herrschen wird. Und wir könnten
uns nun viele Stellen anschauen, die prophetisch darauf hinweisen,
aber lasst mich nur zwei nennen. Einmal aus Jesaja 60. Da ist
es ab Vers 1. Steh auf, leuchte, denn dein
Licht ist gekommen und die Herrlichkeit des Herrn ist über dir aufgegangen. Denn siehe, Finsternis bedeckt
die Erde und dunkel die Völkerschaften, aber über dir strahlt der Herr
auf und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und Nationen wandeln
zu deinem Licht hin und Könige zum Glanz deines Aufgangs. Erhebe
ringsum deine Augen und sie, sie alle versammeln sich und
kommen zu dir. Deine Söhne kommen von fern und
deine Töchter werden auf den Armen herbeigetragen. Dann wirst
du es sehen und vor Freude strahlen und dein Herz wird beben und
weit werden, denn die Fülle des Meeres wird sich zu dir wenden.
der Reichtum der Nationen zu dir kommen. Eine Menge Kamele
wird dich bedecken, junge Kamele von Midian und Ephah. Sie alle
werden aus Sheba kommen, Gold und Weihrauch bringen, und sie
werden das Lob des Herrn fröhlich verkündigen. Was wird hier prophezeit? Die ganze Welt, alle Völkerschaften
liegen in Finsternis, in Gottlosigkeit, doch dann erstrahlt ein Licht.
Und aus der Ferne sehen es die Könige und die Nation, sie werden
kommen zu deinem Licht, sie kommen herbei, und sie bringen Gold
und Weihrauch. Ähnliches lesen wir im Psalm
72, im Psalm Führer oder auch von Salomo, wobei es prophetisch
von Christus spricht. Denn es heißt dort im Psalm 72,
und er wird herrschen von Meer zu Meer und vom Strom bis an
die Enden der Erde. Und ihm werden sich beugen die
Wüstenbewohner, und seine Feinde werden den Staub lecken. Die
Könige von Tarsis und von den Inseln werden Geschenke entrichten,
die Könige von Sheba und Zeba werden Abgaben darbringen, und
alle Könige werden vor ihm niederfallen, alle Nationen im Dien. Und Vers
15, und er wird leben. Von dem Gold Shebas wird man
ihm geben, und man wird beständig für ihn beten, den ganzen Tag
ihn segnen. Versteht ihr? dass diese Männer
kommen aus der Ferne und Geschenke zu bringen. Was hier passiert
bei der Geburt unseres Herrn ist der Beginn der Erfüllung
ein uralter Prophezeiungen, nämlich das, was Nebukadnezar träumte
und von dem Daniel schon berichtete. Alle Völker werden kommen, um
ihm zu dienen und ihn anzubieten und ihm Geschenke auszurichten.
Die Könige der Nation lassen ihn hier huldigen durch ihre
Gesandten. Denn Christus ist nicht einfach
der König der Juden. Er ist gekommen, um über die
Enden der Erde zu herrschen. Hier ist sozusagen der Anfang
des Matthäusevangeliums. Hier ist schon der Hinweis auf
das Ende des Matthäusevangeliums vom Missionsbefehl. Und Jesus
trat herzu und redete zu ihnen und sprach, Mir ist alle Gewalt
gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen
zu Jüngern. Das hier, was in Bethlehem geschieht,
ist ein Vorgeschmack darauf, dass Christus herrschen wird
über alle Völker. Schaut, was die Waisen aus dem
Morgenland tun. Sie aber zogen hin, als sie den
König gehört hatten, und siehe, der Stern, den sie im Morgenland
gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er kam und oben über
dem Ort stehen blieb, wo das Kind war. Als sie aber den Stern
sahen, freuten sie sich mit sehr großer Freude. Und als sie in
das Haus gekommen waren, sahen sie das Kind mit Maria, seiner
Mutter, und sie fielen nieder und huldigten ihm, und sie taten
ihre Schätze auf und brachten ihm, gaben da Gold und Weihrauch
und Mürre. Und als sie im Traum eine göttliche
Weisung empfangen hatten, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren,
zogen sie auf einem anderen Weg in ihr Land. Noch einmal zurück
zu dem Stern. Dieser Stern war alles andere
als gewöhnlich. Er führte sie aus dem Morgenland
direkt zum Ziel. Zunächst einmal kommen sie dort
in der Gegend an, denn Bethlehem ist nicht weit entfernt von Jerusalem.
Und natürlich denken sie, wo gehen wir hin? Wir gehen ins
Königshaus, ins Herrscherhaus. Da werden Herrscher geboren.
Wo sonst sollte der König sein? Aber nein, hier ist nicht das
Ziel. Der Stern leitet sie weiter. Und Bethlehem ist wirklich so
dicht an Jerusalem. Das heißt, das kann kein gewöhnlicher
Stern gewesen sein oder Komet oder sonst was. Denn so ein Stern
führt nicht wie ein Navigationssystem mit Straße und Hausnummer direkt
zum richtigen Haus. Das erinnert uns mehr an die
Feuersäule in der Wüste, der die Israeliten führte. Übrigens,
die Zeugen Jehovas, das ist kein Witz, offiziell ihre Lehrmeinung
kannst du auf ihrer Webseite lesen. Sie meinen, dieser Stern
von Bethlehem, das war eigentlich der Satan, der diesen Stern gemacht
hat? Oder der sich als Lichtengel
ausgegeben hat? Denn er leitete die Weisen aus
dem Morgenland hier erstmal zu Herodes, damit Herodes dann Jesus
umbringen lässt. Also der Stern, der ist eigentlich
satanische Verführung. Glückselig ist jeder, der durch
Gottes Licht herausgeführt wird aus dieser Finsternis, dieser
gottlosen Sekte und rausgeführt wird durch das Licht Gottes hin
zu Christus, um ihn in Wahrheit zu kennen und ihn anzubeten. Das ist nämlich, was diese Staatsmänner
hier tun. Sie kommen zu Christus. Und achtet
darauf, sie kommen nicht zu einem Stall. Das hier ist nicht mehr
die Geburtsnacht. Christus ist wohl schon ein oder
zwei Jahre alt. Es heißt, sie kommen in ein Haus. Und könnt ihr euch das vorstellen?
Wie diese ganzen Männer, mit all ihren Dienern und Kamelen
und so weiter, dort in dieser kleinen Straße, in diesem kleinen
Dorf Bethlehem stehen. Und sie klopfen. Maria ist da. Wie waren diese
Männer wohl gekleidet aus der Ferne? Mit herrlichsten Gewändern,
vielleicht Turban. Und alle parken dort vor der
Tür. Was wollen denn diese Männer,
diese hohen Würdenträger, diese Repräsentanten von Königen? Sie dürfen hineintreten. Und
was tun sie? Sie sehen das Kind. Wie viele
Monate haben sie geplant? Sind sie gereist für diesen einen
Moment? Und sie fallen auf ihre Knie.
Und sie huldigen das Kind. Sie geben ihm Anerkennung als
den König aller Könige. Sie geben ihm Anbetung. Und wenn das nicht genug wäre,
stellt euch vor, wie diese Würdenträger dort auf ihrem Angesicht liegen,
vor diesem Kind. Was wird Maria gedacht haben? Was werden all die Leute im Dorf
gedacht haben, was da passiert? Sie rufen die Diener. Was tragen
die herbei? Schatzkisten? Was haben die vor? Sie öffnen diese Truhen. Und was bringen sie da? Gaben. Gaben, die eines Königs würdig
sind. Gold. Ihm gehört alles, aller
Reichtum. Er ist König. Weihrauch. Man opferte eigentlich den Kaiser
Weihrauch, den Gottheiten. Doch er, er empfängt alle Ehre,
alle Anbetung. Und Myrrhe, woraus Salböl hergestellt
wird, er ist der Gesalbte, der Christus, er ist der König, der
Könige. Und manche sagen wohl auch ein
Hinweis auf seinen Tod, denn er wurde königlich einbalsamiert
mit Myrrhe in seinem Tod. Es ist enorm wichtig, dass wir
darauf achten, wie diese Geschenke gegeben werden, was das bedeutet,
denn wisst ihr, man kann Geschenke machen aus einer Position der
Überlegenheit heraus. Also schaut, jetzt kommen die
Reichen, die Mächtigen und wir haben die Spendierhose an. So,
dann machen mal die Könige von Babylon sozusagen dort die Ecke,
die machen mal den kleinen Judenkönig ein Geschenk. Dass sie mal zeigen,
wie groß und mächtig sie sind. Man kann auch geben aus einer
Position der Gleichberechtigung heraus, so Könige schenken sich
mal gegenseitig was. Aber das hier ist ganz anders. Das hier geschieht aus einer
Position der Unterwürfigkeit heraus. Sie ehren ihn als ihren
König, als der, der über alle steht. Dieser ist es, von dem
Daniel gesprochen hat. Ihm wurde gegeben Herrschaft
und Herrlichkeit und Königtum, und alle Völker und Völkerschaften
und Sprachen dienen ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige
Herrschaft, die nie vergehen wird und sein Königtum ein solches,
das nie zerstört werden wird. Seht ihr, wie historisch, theologisch,
heilsgeschichtlich bedeutsam das ist, dass diese Magie aus
dem Morgenland kommt, denn es ist nur ein Vorgeschmack auf
das, dass Christus alle Nationen einnimmt und jedes Knie sich
beugt und jede Zunge bekennt. Und nun wird ein starker Kontrast
aufgezeigt. Auch das zeigt uns, dass diese
Männer einen königlichen Hintergrund haben, denn hier wird ein Kontrast
aufgebaut zwischen einem Königshaus und den Königen aus dem Morgenland. Und seht, unterschiedlicher könnten
sie nicht sein. Auf der einen Seite kommen Repräsentanten
aus Königshäusern der Heiden und sie geben Christus die Ehre. Nicht Juden, die Heiden beten
Christus an und sein eigenes Volk. Was tut der aktuelle König
der Juden mit seinem Expertenrat? Ab Vers 1. Als aber Jesus in
Bethlehem in Judäa geboren war, an den Tagen des Königs Herodes
siehe, da kamen Magier von Morgenland nach Jerusalem und sprachen,
Wo ist der König der Juden, der geboren worden ist? Denn wir
haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, um
ihn zu huldigen. Herodes? ist eigentlich kein
Jude, er ist Edomiter. Die Römer haben ihn eingesetzt
zu herrschen als König über die Juden. Er war ein sehr brutaler,
kaltblütiger Mann, dem es einzig und allein um seine Macht ging.
Und da kommen nun Leute aus dem Morgenland, aus dem Ausland und
nicht irgendwelche mächtige Staatsvertreter sozusagen und sie fragen zu ihm,
sie fragen ihm, wo ist der König der Juden? Achtet darauf, Sie
sprechen nicht, wo ist der, der einst der König der Juden werden
wird, sondern wo ist der, der jetzt König ist. Überlegt euch
einmal, was für ein Affront das ist. Was für eine Beleidigung
das für Herodes gewesen sein muss. Also, Sie stehen in der
Hauptstadt der Juden vor dem König der Juden, Herodes, und
Sie fragen ihn, wo ist der König der Juden, denn wir haben seinen
Stern gesehen. Wir sind gekommen, um ihn zu huldigen. Was für eine
Klatsche ins Gesicht. Herodes ist doch der König der
Juden. Wisst ihr, wie viel Mühe er sich gegeben hat, endlich
als Jude akzeptiert zu werden? Wie er den Tempel hat renovieren
lassen, ausbauen lassen, nur damit er Anerkennung findet?
Sicherlich hat er versucht, eine gute Mine zum bösen Spiel zu
machen, also irgendwie die Contenance zu bewahren, sich zusammenzureißen,
aber wir können uns vorstellen, innerlich war er am Kochen, er
ist fuchsteufelwild, er ist neidisch. Wie sehr hätte er sich gewünscht,
dass diese Männer aus dem Ausland kommen, um ihn Geschenke zu machen,
um ihn zu grüßen, um ihn zu besuchen. Aber diese Männer haben kein
Interesse an ihm. Sie sind nicht für irgendeinen weiteren König
gekommen. Könige kennen sie genug. Sie sind für den König der Könige
gekommen. Sie suchen einen anderen. Und
er weiß, Herodes weiß, diese Männer sind keine Dummschwätzer.
Von der Weisheit, das hat er gleich gemerkt, sind sie ihm
haushoch überlegen. Sie haben sich aufgemacht, weil
da wirklich was dran ist. Die sind nicht einfach so gekommen.
Das heißt für ihn, der Tag ist anscheinend gekommen, wo der
Messias geboren ist. Das heißt, der rechtmäßige König
der Juden, der wirklich abstammt von David und rechtmäßig sitzt
auf seinem Thron, das bedeutet für ihn in Umkehrschluss sein
Ende. Er verliert seinen Thron, seine
Macht, seine Ehre. Er verliert einfach alles. Wir
können uns vorstellen, wie tausende Gedanken ihn durch den Kopf schießen. Und er hasst diesen König jetzt
schon. Und nicht nur Herodes bekommt
das mit. Wenn solche Männer aus dem Ausland kommen, um solche
Dinge zu erfragen, bekommen das alle mit. Vers 3. Als aber der
König Herodes es hörte, wurde er bestürzt und ganz Jerusalem
mit ihm. Seht ihr? Das fiel auf. Alle bekamen es mit. Jerusalem
war außer sich, schockiert, wie vom Blitz getroffen. Da war keine
Freude, keine Feststimmung, kein Jubel. Sie stehen alle unter
Schock. Sie wissen. Sie kennen Herodes. Er hat nicht davor zurückgeschreckt,
seine eigenen Familienmitglieder kaltblütig zu ermorden. Herodes wird der Sache nachgehen. Nicht etwa, weil er Christus
anbeten will. Er will rauskriegen, wo der König
ist, damit er ihn ausschalten kann. Und wisst ihr? Nie zuvor
hat sich König Herodes um diese Frage geschert. Wann wird der
König, der wahre König der Juden, der Messias geboren werden und
wo? Es hat ihn nie interessiert.
Aber jetzt? wo es scheinbar eine Bedrohung
für ihn ist, eine Konkurrenz, muss er seine Experten, seine
Berater rufen. Und er versammelte alle hohen
Priester und Schriftgelehrten des Volkes und erkundigte sich
bei ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Sie aber sagten
ihm, in Bethlehem in Judäa, denn so steht durch den Propheten
geschrieben, und du, Bethlehem, Land Juda, bist keineswegs die
geringste unter den Fürsten Judas, denn aus dir wird ein Führer
hervorkommen, der mein Volk Israel weiden wird. Was sagen die, die
Ahnung haben? Diese Gelehrten, die müssen nicht
erst ein Bibelstudium machen. Das war allgemein bekannt, das
wusste man. Natürlich, in Micha Kapitel 5
heißt es, dass er in Bethlehem geboren wird. Und das, was hier
steht, wenn wir nochmal schauen dann im Buch Micha, was hier
sozusagen zusammengefasst wird, da ist es in Micha Kapitel 5,
Abvers 1, und Du, Bethlehem, Ephrathah, zu klein und unter
den Tausenden von Judah zu sein. Aus dir wird mehr hervorkommen,
der Herrscher über Israel sein soll. Und seine Ursprünge sind
von der Uhrzeit, von den Tagen der Ewigkeit her. Dieser Herrscher,
der da geboren wird, der ist kein gewöhnlicher Mensch. Er
kommt aus Judah, aber seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den
Tagen der Ewigkeit her. Wahrer Mensch und wahrer Gott
zugleich. Und es heißt dann in Vers 4 in
Micha 5, Und er wird groß sein bis an die Enden der Erde. Also
dieser ist es, der kommen wird, um über die ganze Welt zu herrschen. Sie sagen Herodes, wo er geboren
wird, und was tut er mit seinem Wissen? Vers 7. Dann rief Herodes
die Magier heimlich zu sich. Und er erfragte von ihnen genau
die Zeit der Erscheinung des Sternes. Er tut so, als hätte
er aufrichtiges Interesse. Und er sandte sie nach Bethlehem.
und sprach, zieht hin und forscht genau nach dem Kind. Wenn ihr
es aber gefunden habt, so berichtet es mir, damit auch ich komme
und ihn huldige. Herodes ist ein Lügner. Er ist
ein Feind Jesu Christi. Er will ihn heimtückisch ermorden
lassen und später lesen wir, dass der Herr die Magier warnt.
Und als sie im Traum eine göttliche Weisung empfangen hatten, nicht
wieder zurück zu Herodes zu gehen, zogen sie auf einem anderen Weg
hin in ihr Land. Wir wissen, dass das Herodes
überhaupt nicht gefiel. Das war eine weitere Respektlosigkeit
dieser Weisen aus dem Morgenland. Da ergrimmte Herodes sehr, Vers
16, als er sah, dass er von den Magiern hintergangen worden war. Wer hat wohl wen hintergangen?
Und er sandte hin und ließ alle Knaben töten, die in Bethlehem
und in seinem ganzen Gebiet waren, von zwei Jahren und darunter
entsprechend der Zeit, die er von den Magiern genau erfragt
hatte. Es ist unfassbar, was hier passiert.
Und Herodes, er wird eines Tages erscheinen vor Christus im Gericht
und er wird ewige Strafe erleiden für seine Gottlosigkeit und all
seine bösen Taten. Aber schaut auf diese Schriftgelehrten
und die Priester und so weiter. Also sie kannten die Bibel, aber
sie hatten kein Verlangen, danach sich aufzumachen. Sie sahen keinen
Anlass, Christus zu suchen und ihm zu huldigen. Da kommen Weise
aus dem Morgenland und die Weisen im eigenen Land, sie machen sich
nicht auf. Seht ihr diesen Kontrast? Kein
Verlangen, kein Glaube, sie investieren nichts, nicht einmal den kurzen
Weg auf sich zu nehmen, das ist ihnen schon viel zu weit. Dieses
Volk will diesen König nicht. Sie verwerfen ihn. Doch die Heiden,
sie kommen von weit her, um ihm die Ehre zu geben. Das, was hier
passiert, schon in den ersten Jahren unseres Herren auf Erden,
verweist uns auf das, was noch kommen sollte. Denn wenn Christus
schon als Kind so viel Feindschaft entgegengebracht wird, wie viel
mehr, wenn er groß ist und ja, Er musste sterben am Kreuz und
sein Blut vergießen für viele, damit er diese Männer aus dem
Morgenland und ja, Menschen aus allen Völkern und aus allen Sprachen
und Nationen aus der ganzen Welt erkauft durch sein Blut. Und er macht sie zu wahren Königen
und Priestern an seinem Königshof in Ewigkeit, damit sie ihm dienen. Alle Tage. Und wenn Christus schon als Kind
so viel Ehre bekommt, Wie viel wird er wohl bekommen, wenn er
auf dem Thron sitzt in Herrlichkeit? Dann erfüllt sich, was geschrieben
steht in Offenbarung 21 und die Nationen werden durch ihr Licht
wandeln und die Könige der Erde bringen ihre Herrlichkeit zu
ihr. So ruft uns diese Weihnachtsgeschichte, diese Waisen aus dem Morgenland,
uns allen zu, allen Königen, allen Fürsten, allen Regenten
auf der Erde, allen Völkern wird zugerufen. Kommt und huldigt
dem König. Psalm 2, fordere von mir. Und ich will dir die Nationen
zum Erbteil geben und die Enden der Erde zum Besitz. Mit eisernem
Zepter wirst du sie zerschmettern, wie ein Töpfergefäß sie zerschmeißen.
Und nun, ihr Könige, Seid verständig, lasst euch zurechtweisen, ihr
Richter der Erde, dient dem Herrn mit Furcht und freut euch mit
Zittern, küsst den Sohn, damit er nicht zürnt und ihr umkommt
auf dem Weg. Wenn nur ein wenig, entbrennt
sein Zorn glückselig alle, die zu ihm Zuflucht nehmen. Mögen darum alle Könige dieser
Erde Alle in der Führungsriege, auch in unserem Land, unser Bundespräsident
und Bundeskanzler samt allen Ministern, mögen sie alle kommen,
um den Sohn zu küssen, anstatt gegen ihn zu kämpfen und zu rebellieren,
sich zu beugen tief in den Staub, um den König der Könige und dem
Herrn aller Herren die Ehre zu geben. Und so auch wir. Alle,
aus allen Völkern. Was lernst du denn von den Magiern
aus dem Morgenland? Hierin ist eine ernste Warnung. Denn Herodes und die Schriftgelehrten,
sie hatten alles an Informationen. Die Schriften, wo der Retter
geboren wird. Sie haben auch glaubwürdige Zeugen,
die sich extra aufgemacht haben aus dem Ausland. Aber sie machen
sich nicht auf. Auch du hast alle Informationen. Auch du kennst die Schriften
und du hast Menschen um dich herum, die sich aufmachen, um
Christus wirklich die Ehre zu geben, indem sie leben für ihn. Machst doch du dich in Wahrheit
auf? Ehrst du ihn heute wirklich von
Herzen? Kommst du um dich selbst, alles
was du bist und hast, ihm zu bringen? Kopfwissen allein bringt nichts,
wenn dein Kopf sich nicht tief neigt in Anbetung vor dem König
aller Könige. Bedenke doch, wie vielen Mühen,
wie vielen Strapazen und auch Geld und all diese Gefährdung
für Leib und Leben, was sie alles auf sich genommen haben, um Christus
zu ehren. Kommst du? Sie sahen ihn in Armut,
in einem einfachen Haus. Sie hörten weder seine Reden
noch sahen sie seine Zeichen und Wunder. Sie sahen ihn nicht
in Macht und Herrlichkeit und doch warfen sie sich nieder vor
ihm. Du weißt, wer er ist, welche
Reden er gesprochen hat, welche Herrlichkeit er von sich offenbart
hat und welche Liebe er erwiesen hat am Kreuz. Es heißt, sie sahen
seinen Stern und sie freuten sich mit großer Freude. Wie viel
mehr freuten sie sich wohl, als sie das Kind selbst sahen? Und
wie viel mehr kannst du dich freuen heute? In tiefster Anbetung,
in größter Freude, in echter Anbetung und völliger Unterwerfung,
er ist würdig, er ist über alle Maßen kostbar, er ist der König
aller Könige und darum lasst uns ihm die Ehre geben, denn
würdig ist das Lamm, unser König. es geschlachtet worden ist, zu
empfangen, Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre
und Herrlichkeit und Segnung. Gepriesen sei unser Herr in alle
Ewigkeit. Amen.
Die wahre Bedeutung der „Heiligen Drei Könige“
Eine Auslegungspredigt von Pastor Peter Schild über Matthäus 2,1-12.
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| Sermon ID | 122423132366202 |
| Duration | 44:46 |
| Date | |
| Category | Sunday Service |
| Bible Text | Matthew 2:1-12 |
| Language | German |
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